Große Marktbedeutung
Bei Ausrüstungsinvestitionen die Nr. 1
Leasing ist in der Wirtschaft fest etabliert. Die Erkenntnis, dass nicht das Eigentum an einem Wirtschaftsgut, sondern allein dessen Nutzung Werte schafft, hat sich auch hierzulande schon lange durchgesetzt. Nachdem die stark im Eigentumsdenken verhafteten deutschen Unternehmen Anfang der 1960er Jahre der innovativen Alternative zur traditionellen Investition mit Krediten zunächst mit Skepsis begegneten, setzte das Leasing in den folgenden Jahrzehnten zu einem Siegeszug ohnegleichen an: Heute wird knapp die Hälfte aller außenfinanzierten, (d. h., nicht mit Eigenmitteln oder aus Abschreibungsrückflüssen finanzierten) Ausrüstungsinvestitionen durch Leasing realisiert. Leasing hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Spitzenposition als Alternative zum klassischen Bankkredit erobert und ist so zu einem unverzichtbaren Konjunktur- und Innovationsmotor in Deutschland geworden.
Partner des Mittelstandes
Leasing ist inzwischen gar nicht mehr aus dem Wirtschaftsalltag wegzudenken und in der Mittelstandsfinanzierung zunehmend gefragt. Zurzeit sind in Deutschland Wirtschaftsgüter im Wert von weit über 200 Mrd. Euro verleast. Jährlich werden etwa 1,4 Millionen Verträge neu abgeschlossen, rund 85 Prozent davon mit mittelständischen Kunden. Das jährliche Neugeschäftsvolumen, also der Anschaffungswert der Objekte, über die in dem jeweiligen Jahr neue Leasing-Verträge abgeschlossen werden, ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen – von umgerechnet 2,86 Mrd. Euro im Jahr 1975 auf den Rekordwert von 54 Mrd. Euro in den Jahren 2007 und 2008. Aufgrund der Wirtschaftskrise gab es 2009 einen deutlichen Einbruch, inzwischen hat sich der der Leasing-Markt langsam wieder erholt.
Kontinuierliche Marktanteilsgewinne
Aufschluss über die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Leasing gibt die Leasing-Quote, also der Anteil der Leasing-Investitionen an den gesamten volkswirtschaftlichen Anlageinvestitionen. In den 1960er und frühen 1970er Jahren noch verschwindend gering, wuchs die Mobilien-Leasing-Quote von immerhin 5,4 Prozent im Jahr 1975 bis Mitte der 1980er Jahre auf fast 15 Prozent. Nach einer kurzen Verschnaufpause setzte sich der Anstieg in den 1990er Jahren kontinuierlich fort und erreicht aktuell 21 Prozent.
Marktpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft
Welches große Potenzial im deutschen Leasing-Markt noch steckt, zeigt ein Vergleich mit den USA, wo das Leasing schon rund eine Dekade früher erfolgreich eingeführt wurde. Die Leasing-Quote in den Vereinigten Staaten bewegt sich stabil in einer Größenordnung von über 30 Prozent. Somit erreicht die Marktdurchdringung des Leasing in Deutschland gegenwärtig nur rund zwei Drittel des vergleichbaren US-amerikanischen Werts. Für die deutsche Leasing-Wirtschaft ist dies ein zusätzlicher Ansporn, ihr äußerst leistungsfähiges Produkt permanent zu verbessern und dessen Verbreitungsgrad in Deutschland weiter zu steigern.

