Aufgaben und Leistungen des BDL

Alleinvertreter der deutschen Leasing-Wirtschaft

Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V. (BDL) ist einziger Interessenvertreter der Leasing-Wirtschaft in Deutschland. Seine 156 Mitgliedsgesellschaften repräsentieren über 90 Prozent des gesamten Leasing-Marktvolumens.

Einsatz für faire Rahmenbedingungen

Oberstes Verbandsziel ist es, Leasing in Deutschland zu fördern und zu schützen – aus Anbieter- wie aus Kundensicht. Die Sicherung fairer steuerlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für die Branche steht dabei im Mittelpunkt. Der BDL setzt sich gegenüber dem Gesetzgeber und der Verwaltung für eine sachgerechte Gesetzgebung und Verwaltungspraxis in allen leasingrelevanten Rechtsgebieten ein - vor allem im Handels- und Steuerrecht, im Zivil- und Aufsichtsrecht sowie bei staatlichen Fördermaßnahmen.

Kommunikation und Imagepflege

Der BDL informiert Politik, Behörden, Medien, andere Verbände und Organisationen des Mittelstandes sowie die interessierte Öffentlichkeit über den Leasing-Markt und die Branche in Deutschland. Der Verband kommuniziert zielgerichtet Informationen rund um das Produkt Leasing, seinen Markt und die Branche.Die Kommunikation bedient sich dabei verschiedener Kanäle und Maßnahmen von der klassische Medienarbeit über die Online-Kommunikation - im Schwerpunkt über die BDL-Website – bis zu Social Media Aktivitäten, vor allem über die Informationskanäle Twitter (@LeasingVerband), XING und LinkedIn. Der Verband pflegt zudem enge Kontakte zu anderen Wirtschaftszweigen. 

Umfangreiche Dienstleistungen für Mitgliedsunternehmen

Die Analyse und praxisgerechte Aufbereitung relevanter Informationen über aktuelle Entwicklungen des Leasing-Marktes und seiner Rahmenbedingungen gehören zu den Dienst- und Serviceleistungen des BDL für seine Mitgliedsunternehmen. Zu einzelnen Themenfeldern (z. B. Substanzwertrechnung, MaRisk) werden praxisnahe Handreichungen und Anwendungsempfehlungen bereitgestellt. Zudem veranstaltet der BDL Fachtagungen und Foren zu branchenrelevanten Themen. Mit seinem breiten Seminarangebot deckt der Verband wesentliche Facetten der Aus- und Weiterbildung ab. Es reicht vom Grundlagenseminar bis hin zu Spezialseminaren, die flexibel auf aktuelle Anforderungen eingehen und auf die (Praxis-)Bedürfnisse der Mitglieder abgestimmt sind. Um den Wünschen seiner Mitglieder nachzukommen, werden künftig verstärkt e-Learning-Seminare, die zeiteffizient und ressourcenoptimiert sind, angeboten.

So besteht das Seminar „Grundlagen des Mobilien-Leasing“, das sich an alle Leasing-Einsteiger wendet, aus einem moderierten Online-Teil, der mit Skripten, Übungen und Tests hauptsächlich Grundlagenwissen zum Leasing vermittelt und mit einem Abschlusstest beendet wird. Im Präsenzteil lernen die Teilnehmer den praktischen Ablauf eines Leasing-Geschäfts sowie mögliche Konfliktsituationen kennen und erarbeiten in Gruppen Lösungen. Hinzu kommen Informationen zu Themen, die im Onlineseminar schwer vermittelbar sind, etwa die regulatorischen Anforderungen an die Leasing-Gesellschaften.

Auch international Ansprechpartner Nr. 1 in Sachen Leasing

Das internationale Geschäft hat für deutsche Leasing-Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Fast ein Drittel der BDL-Mitglieder ist inzwischen grenzüberschreitend in gut 80 Ländern weltweit tätig. Entsprechend hat auch der BDL sein internationales Engagement ausgebaut. Dies umso mehr, als im Zuge der fortschreitenden Erweiterung und Harmonisierung des europäischen Marktes, aber auch in puncto Regulatorik in immer stärkerem Maße leasingrelevante Verordnungen und Richtlinien in Brüssel initiiert werden. Um seine Aufgaben zu bewältigen und sich für die Belange der deutschen Leasing-Wirtschaft einzusetzen, reicht es daher längst nicht mehr, nur national die Interessen der Branche zu vertreten. Daher ist der BDL grenzüberschreitend tätig, unter anderem durch seine Mitgliedschaft im europäischen Dachverband der nationalen Leasing-Verbände „Leaseurope“. Seit etwas über einem Jahr verfügt der BDL auch über eine eigene Repräsentanz in Brüssel, die in Kooperation mit der Leaseurope, die Leasing-Stimme in Brüssel stärkt und die Kräfte bündelt.

Das BDL-Büro im Haus des Dachverbands der europäischen Kammerorganisationen Eurochambres signalisiert schon durch den Standort, dass die Leasing-Wirtschaft sich der Realwirtschaft zugehörig fühlt. Aufgrund der eigenen Repräsentanz in Brüssel ist es möglich, ein leasing-spezifisches Netzwerk zu pflegen. Dies beinhaltet den direkten Kontakt zu den Abgeordneten des Europäischen Parlaments, den Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates sowie zu den Institutionen wie der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt oder der Bankenaufsichtsbehörde (EBA) in London. 

Über 40 Jahre Verbandsgeschichte

Als sich vor über einem halben Jahrhundert die ersten Leasing-Gesellschaften in Deutschland gründeten, dauerte es nicht lange, bis sich die Pioniere der Branche organisierten - zunächst in Form einer Arbeitsgemeinschaft, aus der im November 1972 der erste Deutsche Leasing-Verband hervorging. In den folgenden vier Jahrzehnten begleiteten die Verbandsvertreter die rechtlichen, steuerlichen, bilanziellen Entwicklungen, die die Branche beeinflussten. Die Gremien berieten betriebswirtschaftliche Fragen, Fragen der Refinanzierung, entwickelten eine umfassende Marktstatistik, werteten Marktstudien aus, initiierten Programme für die Aus- und Weiterbildung, betrieben eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit für Produkt und Branche und sorgten mit der Gründung des Forschungsinstituts für Leasing an der Universität zu Köln für die wissenschaftliche Begleitung des Produkts.

2001 fusionierte der Bundesverband Deutscher Leasing-Gesellschaften mit dem Interessenverband der Deutschen Leasing-Unternehmen, der sich Ende der 1980er Jahre gegründet hatte und dem überwiegend kleine und mittlere Leasing-Gesellschaften und Vertreter beratender Berufe angehörten. Der neue BDL verlegte seinen Sitz in die Hauptstadt Berlin und vertritt seither als einziger Verband die Interessen der gesamten deutschen Leasing-Wirtschaft.