Leasing-Gütergruppen

Medizintechnik

Leasing ermöglicht Investitionen in Gesundheit

Praxen mit moderner Ausstattung besitzen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil: Neueste medizintechnische Geräte versprechen den Patienten schonende, kurze Untersuchungen und Behandlungen sowie schnelle Analysen. Zugleich steigern neue Technologien auch die betriebswirtschaftliche Effizienz, z. B. durch Prozessoptimierung oder einen sparsameren Stromverbrauch und damit geringere Energiekosten. Die verkürzten Innovationszyklen in der Medizintechnologie zwingen zu einem fortwährenden Austausch der Gerätschaften. Für die Realisierung dieser Investitionen ist Leasing ideal. 

Medizintechnik ist innovative Hightech-Branche

2015 erwirtschaftete die Medizintechnik-Industrie – u. a. mit Krankenhaustechnik, medizinischen Geräten, bildgebender Diagnostik, medizinischer Informatik und orthopädischen Hilfsmitteln – laut Schätzungen des Branchenverbands Spectaris einen Umsatz von 27,6 Mrd. Euro (+9 Prozent), davon 17,6 Mrd. Euro im Ausland. Die rund 1.200 deutschen Medizintechnik-Hersteller steigerten im Inland mit 10 Mrd. Euro ihren Umsatz um zehn Prozent. Die meisten von ihnen sind mittelständische Unternehmen; große international tätige Konzerne stellen zahlenmäßig eher die Ausnahme dar. Für 2016 erwartet der Branchenverband weiterhin steigende Umsätze, aber ein schwächeres Wachstum (vgl. Spectaris-Jahreszahlen). 

Der Industriezweig verfügt über eine starke Innovationskraft. Ein Drittel seines Umsatzes erzielt die Hightech-Branche mit Produkten, die jünger als drei Jahre sind. Der Anteil an Forschung und Entwicklungsausgaben ist mit knapp zehn Prozent am Gesamtumsatz doppelt so hoch wie im gesamten verarbeitenden Gewerbe, was für die nächsten Jahrzehnte grundlegende technische Neuerungen erwarten lässt. (vgl. Studie Fokus Innovative Medizintechnik 2014

Leasing beflügelt Wachstum in Medizintechnik-Industrie

Viele Ärzte und Kliniken haben das hohe Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik erkannt und setzen im Zuge von Modernisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen verstärkt auf Hightech-Lösungen. Alternative Investitionsformen haben dies laut Branchenverband Spectaris mit vorangetrieben: „Daneben begünstigten neue Finanzierungsformen, angefangen von Leasing bis hin zu nutzungsabhängigen Modellen, das Branchenwachstum im Inland.“ (Flyer: Die Medizintechnik-Industrie in Deutschland, hg. v. LEG Thüringen mbH, Redaktion: medways e.V. und SPECTARIS, 2009)

Hintergrund  dieser Entwicklung ist ein entscheidender Mentalitätswechsel, der bei Ärzten mit verstärktem betriebswirtschaftlichen Handeln einhergegangen ist – weg vom Eigentumsgedanken hin zur bloßen Nutzung der medizinischen Geräte. Grundsätzlich lassen sich die meisten Gegenstände des Praxis- und Krankenhausbedarfs bis hin zur kompletten Praxiseinrichtung leasen. Leasing-Güter sind jedoch in der Regel die werthaltigen Objekte.

Aber auch viele Medizintechnik-Hersteller bieten zur Absatzunterstützung eine Leasing-Finanzierung ihrer Produkte an. Der Vorteil für den Kunden: Finanzierung, Lieferung, Gewährleistung, Wartung und andere Serviceleistungen liegen in einer Hand. Herstellerunabhängige Leasing-Gesellschaften offerieren eine ebenso qualifizierte, jedoch herstellerneutrale Beratung, was zum Vertragsende ein wichtiger Aspekt sein kann. Die Kunden können weiterhin mit dem ihnen bekannten und vertrauten Fachhändler zusammenarbeiten. 

Medizintechnik-Leasing wächst

Rund 40 Mitgliedsgesellschaften des BDL waren 2015 im Leasing-Geschäft mit Medizintechnik aktiv. Darunter finden sich international tätige Konzerne genauso wie mittelständische, hochspezialisierte Gesellschaften. Das Leasing-Neugeschäft mit dieser Objektgruppe belief sich 2015 auf rund 450 Mio. Euro. Der Vergleich mit anderen westeuropäischen Ländern zeigt jedoch, dass der Bereich Medizintechnik in Deutschland noch großes Potenzial für die Leasing-Branche birgt. Die Leasing-Quote liegt hier deutlich unter zehn Prozent, jedoch verzeichnet der Leasing-Sektor seit Jahren ein gutes Wachstum, wenn auch auf niedriger Basis.

Chancen ergeben sich außerdem durch die zusätzlichen Serviceangebote, denn Leasing ist im Medizintechnik-Sektor längst mehr als die reine Finanzierung der medizinischen Geräte und IT-Lösungen. Die Kunden fragen verstärkt nach Serviceangeboten wie Wartung und Reparatur, Verschleiß und Austausch gegen die nächste Generation, Upgrades, Versicherungspakete etc. Hierbei kommt den Leasing-Gesellschaften als Objektfinanzierer zugute, dass sie die Branche und den Markt kennen und über umfangreiches Objekt-Know-how verfügen, was sie gegenüber anderen Finanzierungsformen qualifiziert. Neben den klassischen Finanzierungsexperten arbeiten in Leasing-Gesellschaften, die sich auf Medizintechnik spezialisiert haben, häufig auch Mitarbeiter mit einem ingenieurwissenschaftlichen oder medizinischen Hintergrund. Diese Spezialisten kennen das Gesundheitssystem und können so die Kunden auf Augenhöhe beraten.

Motive für Leasing von Medizintechnik

Der Austausch gegen die nächste Generation und die Vermarktung der Altgeräte durch die Leasing-Gesellschaften sind starke Motive, die für Leasing sprechen. Die Leasing-Kunden wollen ihr Equipment auf dem neuesten technischen Stand halten und die Geräte nicht erst austauschen, wenn sie sich amortisiert haben. Bei Investitionen in Millionenhöhe z. B. für einen Kernspintomographen ein verständlicher Wunsch. Aber auch die Anschaffungskosten für ein Ultraschallgerät können über 100.000 Euro betragen. Zudem fragen Kunden bei diesen Hightech-Geräten neben der Finanzierung verstärkt begleitende Serviceleistungen nach.

Die monatlichen Leasing-Raten für die Geräte speisen sich aus den Erträgen, die sich aus der Nutzung der Anlage ergeben. Pay as you earn wird dieser Leasing-Vorteil genannt. Darüber hinaus erwarten Kunden individuelle flexible Leasing-Modelle, die sich an ihre eigene Abrechnungspraxis anpassen (z. B. eine Leasing-Rate, die pro Röntgenbild berechnet wird). Flexibilität und Individualität bei der Vertragsgestaltung sind generell Schlüsselworte beim Leasing von Medizintechnik. Zudem sprechen für die Realisierung der Investition über Leasing die klassischen Motive: Kosten und Budget lassen sich einfacher und übersichtlicher planen. Die Kalkulationssicherheit ist durch feste Raten für die gesamte Laufzeit garantiert. Leasing schont die Liquidität, die Bankkreditlinie bleibt erhalten. Leasing belastet die Bilanz nicht und bietet die Möglichkeit einer 100-prozentigen Fremdfinanzierung ohne Erstinvestition.

Medizintechnische Geräte haben in der Regel eine Abschreibungszeit von fünf bis zehn Jahren. Mit den Leasing-Raten werden dagegen die gesamten Investitionskosten über eine deutlich geringere Laufzeit steuerlich berücksichtigt, die Leasing-Raten sind als Betriebsausgaben voll absetzbar.

Ideale Dreiecksbeziehung

Die Dreiecksbeziehung zwischen Hersteller, Kunde und Leasing-Gesellschaft ergänzt sich für den Bereich der Medizinprodukte ideal. Hersteller und Leasing-Unternehmen entstammen mittelständisch geprägten Branchen und verfügen über eine hohe Innovationskraft und Flexibilität. Auch der Gesundheitsmarkt ist hochdynamisch. Treiber sind der medizinischtechnische Fortschritt einerseits und die demografische Entwicklung andererseits. Investitionen in die Gesundheit sind daher Investitionen in die Zukunft. Auch wenn der Anteil des Sektors Medizintechnik am Leasing-Neugeschäft noch gering ist, so wird dieser relativ konjunkturunabhängige Bereich künftig weiter wachsen. 

Erneuerbare Energien

Leasing-Investitionen in den Klimaschutz

Die Leasing- Branche hat sich frühzeitig ihrer Verantwortung gestellt und die erneuerbaren Energien als ein Zukunftsgebiet erkannt. Wie schon bei anderen Innovationen in der Vergangenheit unterstützt Leasing auch hier die Verbreitung der modernen Anlagen zur Energieumwandlung aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. 

31,6 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland wurden 2015 nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durch erneuerbare Energien bereitgestellt. Der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch blieb 2015 mit rd. 13 Prozent nahezu konstant (+0,7 Prozentpunkte). Den höchsten Anteil liefert mit 42 Prozent die Windenergie, gefolgt von Biomasse (27 Prozent), Photovoltaik (21 Prozent) und Wasser (10 Prozent) 

Investitionen in regenerative Energien

Der in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegene Anteil der erneuerbaren Energien soll weiter deutlich erhöht werden. Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil am Endenergieverbrauch, also der eingespeisten Energie ins Stromnetz, bis 2020 auf mindestens 18 Prozent zu steigern. Langfristig soll bis zum Jahr 2050 sogar über Hälfte des Energieverbrauchs durch regenerative Energien gedeckt werden. Für die dazu benötigten Investitionen sind erhebliche Finanzmittel notwendig.

Die Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen wuchsen seit der Jahrtausendwende und erreichten 2010 mit 27,6 Milliarden Euro ihren bisherigen Höchstwert. Bis zum Jahr 2015 sanken sie wieder auf 15,0 Milliarden Euro. Der höchste Anteil (9,7 Mrd. Euro) der Investitionen floss in Windenergie. Die restliche Summe teilte sich auf in Biomasse (1,9 Mrd. Euro), Photovoltaik (1,6 Mrd. Euro), Solarthermie und Geothermie (0,8 bzw. 1,0 Mrd. Euro). An letzter Stelle standen die Investitionen in Wasserkraft mit 0,03 Mrd. Euro. (vgl. "Erneuerbare Energien in Zahlen - Nationale und internationale Entwicklung im Jahr 2015", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie). 

Boom der Photovoltaik-Anlagen

Der Boom der Photovoltaik-Anlagen seit der Jahrtausendwende - ausgelöst durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 - spiegelt sich auch bei den Leasing-Investitionen wider. Geleaste Photovoltaik- Anlagen finden sich auf den Stalldächern von landwirtschaftlichen Betrieben, auf Dachflächen von Produktionshallen, Lagern, Messehallen, Schulen oder Krankenhäusern. Immer mehr Kommunen nutzen ihre öffentlichen Gebäude für die Installation von Photovoltaik-Anlagen, die über Leasing realisiert werden, um die städtischen Haushaltskassen zu entlasten. Die Globalstrahlung ist zwar in Süddeutschland am intensivsten, doch leistungsstarke Anlagen machen auch die Aufstellung in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen bezahlt. Darüber hinaus werden via Leasing ganze Solarparks realisiert, vor allem im (sonnigen) Ausland. Auch beim Repowering, dem Austausch von alten Anlagen gegen leistungsfähigere auf bereits bewährten Standorten, kommt zunehmend Leasing ins Spiel. 

Seit 2013 ist der Boom der Photovoltaik-Anlage jedoch aufgrund starker Einschnitte bei der Förderung merklich abgeflaut. Experten schätzen, dass 2016 das niedrigste Niveau des PV-Zubaus seit zehn Jahren erreicht wird. 

Leasing-Motive

Neben der intensiven Beratung sprechen für die Realisierung der Investition über Leasing die klassischen Motive. Da Energieerzeugung normalerweise nicht zu den Kerngeschäftsfeldern der Leasing-Kunden gehört, ist es positiv, dass die Bilanz nicht belastet wird. Dadurch bleiben Bilanzkennzahlen für die Bewertung nach Basel II gewahrt. Die Kalkulationssicherheit ist durch feste Raten für die gesamte Laufzeit garantiert. Die monatlichen Leasing-Raten speisen sich aus den Erträgen, die sich aus der Nutzung der Anlage ergeben (pay as you earn).

Dabei ist die Ertragsseite durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) eindeutig und langfristig geordnet. Die Anlagenbetreiber erhalten neben der Eigenenergieversorgung auch Einspeisevergütungen. Der Staat fördert Investitionen in Anlagen, deren Strom nach dem EEG vergütet wird. Die Netzbetreiber sind per Gesetz verpflichtet, diesen EEG-Strom im Jahr der Inbetriebnahme und den folgenden 20 Jahren abzunehmen und gemäß den EEG-Regelungen zu vergüten. Das erzeugende Unternehmen kann bei einer Leasing-Konstruktion z. B. die Raten durch die Einspeisevergütung begleichen. Leasing-Gesellschaften haben zum Teil extra für das Energiegeschäft Verträge entwickelt, die sich auf den generierten und gesetzlich fixierten Ertrag beziehen, Grundlage sind Cashflow-gestützte Projektfinanzierungen.

Hierzu kommen noch Steuervorteile. Photovoltaik-Anlagen haben zum Beispiel eine Abschreibungszeit von 20 Jahren. Mit den Leasing-Raten werden dagegen die gesamten Investitionskosten über eine Laufzeit von in der Regel zwölf bis 15 Jahren steuerlich berücksichtigt. Zudem fallen vielfach keine investitionsbezogenen Steuern an, und die Leasing-Raten sind als Betriebsausgaben voll absetzbar.

Beratungsintensive Projekte

Egal ob Energie aus Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse - wichtig für die Einrichtung einer Anlage ist das richtige Know-how. Die Auswirkungen und Konsequenzen der gesetzlichen Regelungen sollten verstanden, Marktgegebenheiten durchschaut werden und die relevanten Marktteilnehmer bekannt sein. Diese Informationen müssen sich Unternehmen, die nicht aus dem Bereich der Energieversorgung stammen, extern beschaffen.

Hier kommen die Leasing-Gesellschaften ins Spiel, denn sie zeichnen sich durch spezielle Marktkenntnisse aus und können Rat geben, der über das reine Leasing hinausgeht, und z. B. die den Kunden angebotene Technik beurteilen. Neben den Finanzierungsexperten arbeiten Ingenieure und Physiker in Projektteams zusammen. Sie beraten den Leasing-Kunden von der Konzeption, über die Realisierung des Projekts, den laufenden Betrieb bis zum Vertragsende und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten. Zudem besteht häufig ein gutes Expertennetzwerk, das bestehende Kompetenzen ergänzt. Die Gesellschaften kooperieren beispielsweise mit erfahrenen, qualitätsbewussten Anlagenherstellern, so dass ein guter Standard bei der Technik vorausgesetzt werden kann. Zu den zusätzlichen Serviceleistungen, die Leasing-Gesellschaften anbieten, gehört u. a. auch ein umfangreiches Versicherungspaket gegen Nutzungsausfall, Diebstahl, Naturgewalten etc.

Auf Augenhöhe

So vielfältig die Kundenstruktur ist – sie reicht von mittelständischen Betrieben, Industrieunternehmen über Kommunen bis zu internationalen Betreibergesellschaften – so heterogen sind auch die Leasing-Gesellschaften, die auf diesem Geschäftsfeld aktiv sind. Unter den bisher 25 Mitgliedern des BDL, die Investitionen in erneuerbare Energien realisieren, finden sich international tätige Konzerne genauso wie mittelständische, hochspezialisierte Gesellschaften. Eine Beratung auf Augenhöhe des Kunden ist daher gegeben.