Marktstudie 2015

TNS-Marktstudie: Leasing dominiert im Mittelstand

TNS Infratest hat im Auftrag des BDL 1.000 Unternehmensentscheider in Deutschland, darunter 750 Leasing-Nutzer, im Zeitraum von Ende Januar bis Anfang März 2015 zu ihrer Einstellung gegenüber Leasing, der aktuellen und künftigen Nutzung, den Leasing-Motiven, der Zufriedenheit als Leasing-Kunde sowie zum Image der Branche befragt. Ein Schwerpunkt der Marktstudie befasste sich mit den ergänzend von Leasing-Gesellschaften angebotenen Serviceleistungen rund um die Objektnutzung.

Eine Zusammenfassung der Studie können Sie im Online-Jahresbericht rechts auf der Seite lesen.

Überblick der Kernergebnisse der Studie:

Überzeugte Leasing-Nutzer

Leasing hat unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung eine stabile Quote an überzeugten Leasing-Nutzern, die immer bis häufig ihre Investitionen mittels Leasing realisieren. Der Anteil dieser „Heavy User“ liegt bei 24 Prozent und ist trotz weniger günstiger Rahmenbedingungen (Niedrigzinsphase, hoher Prozentsatz der Innenfinanzierung) seit Jahren stabil geblieben.

Leasing im Mittelstand fest verwurzelt

Drei von vier mittelständischen Unternehmen ziehen Leasing regelmäßig in Betracht, wenn sie Investitionen planen. Zudem dominiert Leasing als Finanzierungsform im Mittelstand: für 40 Prozent ist Leasing erste Wahl bei Investitionsplänen, der Investitionskredit folgt mit deutlichem Abstand.

Leasing steht für Flexibilität

Vier von fünf Unternehmensentscheider sehen in Leasing ein Instrument, das ihnen Flexibilität ermöglicht. Dieser Anteil ist über die Jahre hinweg nahezu stabil geblieben und bestätigt, dass Flexibilität eine Kerneigenschaft des Leasing darstellt.

Leasing und Service: Trend setzt sich fort

Der Trend, zur Finanzierung des Fahrzeuges, der Maschine, der EDV etc. auch ergänzende Serviceleistungen rund um die Objektnutzung von der Leasing-Gesellschaft in Anspruch zu nehmen, hat sich verfestigt und fortgesetzt. Jeder 2. Leasing-Kunde nutzt auch ergänzend angebotene Services. 

Die Inanspruchnahme ist jedoch stark von den Anlagegütern abhängig: Beim Leasing von Fahrzeugen oder IT-Equipment, also von Gütern, die in der Regel nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören, werden ergänzend angebotene Dienstleistungen als willkommene Entlastung interner Ressourcen gesehen.

Bei Anlagegütern, die direkt dem Geschäftszweck der Unternehmen dienen – wie speziellen Produktionsanlagen, Maschinen etc. – sehen die Unternehmensvertretern die Bedarfsanalyse für Serviceleistungen als schwierig an. Hier können die Leasing-Gesellschaften aufgrund ihrer Objektkompetenz punkten und die Kunden bei der Ermittlung unterstützen, welche Servicekomponenten über welchen Zeitraum benötigt werden. Auf diesem Feld und durch individualisierte Angebote besteht gutes Wachstumspotenzial für Leasing-Gesellschaften. Insbesondere Industrie 4.0 kann einen zusätzlichen Schub für ergänzende Serviceleistungen geben, da im Zuge des digitalen Produktionsprozesses der Datenaustausch die Leasing-Gesellschaften unterstützen kann, passgenaue Services anzubieten und den Bedarf für Dienstleistungen zu planen.

Wachstumsmarkt Gesundheitswesen

Für das künftige Wachstum gibt es gute Potenziale im Gesundheitswesen. Unternehmen aus dieser Branche wollen ihren Leasing-Anteil stark ausbauen. Über alle Branchen betrachtet bleibt der Leasing-Anteil in Zukunft etwa gleich hoch, was neben den aktuellen Rahmenbedingungen auch auf eine bereits hohe Leasing-Quote von über 50 Prozent an den außenfinanzierten Investitionen zurückzuführen ist. Insgesamt wollen größere Unternehmen, die naturgemäß über höhere Investitionsvolumina verfügen, in der Zukunft stärker Leasing nutzen.   

Kundenzufriedenheit: Bestnoten

Die Leasing-Wirtschaft erhält von ihren Kunden Bestnoten. 97 Prozent der Leasing-Nutzer sind mit ihrem Leasing-Partner zufrieden bis vollkommen zufrieden. Die Zufriedenheit steigt mit der Unternehmensgröße. Nicht ein einziges mittelständisches Unternehmen ist unzufrieden.