Leasing-Vorteile

Bereits seit 20 Jahren untersucht der BDL den gewerblichen Leasing-Markt und fragt im Rahmen seiner Marktstudien die Unternehmensentscheider auch nach ihren Beweggründen für Leasing.  Die „Rückgabe des Leasing-Objekts nach der Vertragslaufzeit“, und damit der ursprüngliche Leasing-Leitgedanke, ist für Leasing-Kunden aktuell das entscheidende Argument.

Erstmals hat es das Motiv der Rückgabemöglichkeit auf Platz 1 der Top 5 geschafft. An zweiter Stelle folgt der Vorteil der Planbarkeit: „Kosten sind gleichmäßig und genau kalkulierbar“. Vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen spielen finanzielle Aspekte wie „Liquiditätsschonung“ (Platz 3) und die „Beibehaltung der Bank-Kreditlinie“ (Platz 5) eine bedeutende Rolle hinsichtlich ihrer Entscheidung für Leasing. Die „Betriebsausstattung bleibt auf dem neusten Stand“ ist im Vergleich zu 2015 stabil auf dem vierten Platz. Je größer das Unternehmen ist, desto wichtiger werden statt der Liquidität die individuell zugeschnittene Investitionslösung und die Flexibilität durch Leasing.  

Leasing schafft Investitionsspielräume

Die Planbarkeit und Transparenz der Investitionskosten ist ein ganz entscheidendes Argument für Unternehmen, Leasing zu nutzen. In seiner Wirkung ist es mit einer 100-prozentigen Fremdfinanzierung vergleichbar, die in der Kreditwirtschaft praktisch nicht angeboten wird. Nach dem "Pay-as-you-earn-Prinzip" lassen sich die Leasing-Raten aus den erwirtschafteten Erträgen des Investitionsobjekts bestreiten. Dadurch schont Leasing die Liquidität und lässt bestehende Kreditlinien unberührt. Es öffnet somit zusätzliche Spielräume für Anschaffungen und trägt zur Optimierung der Bilanzstruktur bei.

Verlässliche Kalkulationsgrundlage bei optimiertem Kostenverlauf

Die Kostenbelastung durch Leasing-Raten ist über die gesamte fest vereinbarte Grundmietzeit hinweg sicher kalkulierbar; jegliche Auswirkungen von Veränderungen bei den Rahmenbedingungen (z. B. Zinsniveau) können ausgeschlossen werden. Der zeitliche Kostenverlauf lässt sich unter Berücksichtigung des erwarteten Ertragsverlaufs gestalten, z. B. durch die Vereinbarung nichtlinearer Ratenverläufe, was eine Optimierung des Erfolgsausweises in der Gewinn- und Verlustrechnung ermöglicht.

Betriebsausstattung auf dem neusten Stand

Da Leasing von vornherein eine zeitliche Befristung vorsieht, können Investitionsgüter schneller und einfacher durch neue, modernere ersetzt werden. Wie insbesondere im IT-Bereich und der Medizintechnik augenfällig ist, verlaufen technische Trends immer rasanter und unkalkulierbarer, die Innovationszyklen werden kürzer. Da bei erlasskonformen Leasing-Verträgen die Leasing-Dauer kürzer ist als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, kann das Überalterungsrisiko von Investitionsgütern gemindert und möglichen Finanzrisiken entgegengewirkt werden. 

Flexibilität durch individuelle Vertragsgestaltungen

Leasing garantiert eine Vertragsgestaltung, die sowohl den Bedürfnissen des Unternehmens als auch der Wertentwicklung des Investitionsobjekts gerecht wird. Sowohl bei den Vertragslaufzeiten als auch bei der Festlegung der sogenannten Endschaftsmodalitäten, also was nach Vertragsende mit dem Leasing-Objekt geschehen soll, dominiert maximale Flexibilität. Kauf- und Mietverlängerungsoptionen können ebenso vereinbart werden wie Beteiligungen des Leasing-Nehmers am Erfolg der Verwertung des Leasing-Objekts nach Beendigung des Leasing-Vertrages. Viele Unternehmen wissen inzwischen zu schätzen, dass sie das Investitionsgut nach der Nutzung an die Leasing-Gesellschaft zurückgeben können und diese sich um die Verwertung kümmert.

Positive Auswirkung auf Bilanz und Rating

Leasing-Objekte stehen im Eigentum des Leasing-Gebers und erscheinen beim Leasing-Nehmer ebenso wenig in der Bilanz wie die Verpflichtungen aus dem Leasing-Vertrag. Diese "Bilanzneutralität" (beim HGB) führt zu einer Verbesserung wichtiger Bilanzrelationen, insbesondere der Eigenkapitalquote, was mit Blick auf Basel II und III bedeutend ist. So schaffen sich kreditsuchende Unternehmen eine gute Ausgangsposition in Ratings, die inzwischen zum Dreh- und Angelpunkt einer günstigen Kapitalbeschaffung geworden sind.

Zeit- und Kostenoptimierung durch begleitende Serviceleistungen

Besonders interessant wird Leasing in Verbindung mit zusätzlichen Dienst- und Serviceleistungen. Von Wartungsarbeiten über Versicherungsleistungen bis hin zum Full-Service-Vertrag (z. B. im Pkw-Flotten-Leasing und im IT-Leasing) reicht die Palette im Mobilien-Leasing und auch im Immobilien-Leasing sind Planungs-, Projektsteuerungs- und Facility-Managementleistungen gang und gäbe. Für die Unternehmen bietet Leasing somit die Möglichkeit zum umfassenden Outsourcing vieler mit der Investition verbundenen Funktionen. Durch ihre hohe Spezialisierung und das Bereithalten entsprechender Strukturen können Leasing-Unternehmen Investitionen meist wesentlich effizienter und wirtschaftlicher realisieren als der Leasing-Nehmer.

Rat und Tat im In- und Ausland

Die Objekt- und Gütermarktkompetenz der Leasing-Unternehmen beschränkt sich keineswegs nur auf den deutschen Markt. Immer mehr Gesellschaften sind mittlerweile im europäischen Ausland mit Tochtergesellschaften, Niederlassungen oder Kooperationspartnerschaften vertreten. Sie sind damit in der Lage, ihren Kunden bei deren internationalen Expansionsvorhaben in Vertrieb und Produktion mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Länderübergreifend ermöglicht dies eine integrierte Investitions- und Finanzierungsstrategie nach Maß mit umfassenden Lösungen aus einer Hand.  

Fazit: Mit Leasing fit für die Zukunft

Es sind die charakteristischen Vorteile, die Leasing zur zentralen strategischen Antwort erfolgreicher Unternehmen auf die Herausforderungen der Zukunft machen: Die mit Leasing verbundene Flexibilität, die Schonung der Liquidität, die Verbesserung der ratingrelevanten Bilanzstrukturen sowie die effizienzsteigernde Auslagerung des gesamten Investitionsprozesses verschaffen Unternehmen die notwendigen Freiräume, um sich auf den Wandel der Umfeldbedingungen angemessen vorbereiten zu können.