Die Mitglieder des BDL

Spiegel der deutschen Unternehmenslandschaft 

Den Leasing-Markt teilen sich breit aufgestellte Universalanbieter, Spezialisten für Gütergruppen oder Kundensektoren sowie Experten für Immobilien- und Großmobilien-Leasing. Aktuell sind rund 360 Leasing-Gesellschaften bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingetragen, darunter ein erheblicher Anteil an Objektgesellschaften ohne operative Tätigkeit. Dem BDL gehörten rund 150 Gesellschaften an. Sie repräsentieren mit ihrem Neugeschäft etwa 90 Prozent des Gesamtleasingmarktes.  Diese Vielfalt ist in Europa einzigartig und ein Schlüssel zum Erfolg der Leasing-Branche in Deutschland. 

Mitgliederentwicklung

BDL-Mitglieder repräsentieren 90 Prozent des Marktes Insgesamt sind rund 360 Leasing-Gesellschaften bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingetragen, davon zahlreiche Objektgesellschaften ohne operatives Geschäft. 2017 gehören dem BDL 154 Leasing-Gesellschaften an. Die Mitglieder repräsentieren etwa 90 Prozent des Gesamtleasingmarktes. Da mit wenigen Ausnahmen alle größeren Leasing-Unternehmen Mitglied im BDL sind, verteilt sich das verbleibende, nicht von Verbandsangehörigen generierte Leasing-Neugeschäft auf viele überwiegend kleinere Gesellschaften. 

In über vier Jahrzehnten Verbandsgeschichte hat sich die Zahl der Mitgliedsgesellschaften stetig erhöht. 1972 von 16 Gesellschaften gegründet, wuchs der BDL nach 20 Jahren bereits auf rund 100 Mitglieder an. Durch die Fusion mit dem Interessenverband Deutscher Leasing-Unternehmen (IDL) 2001 wurde erstmals die 200er Marke überschritten, die sich über Jahre hielt. 

Die Unterstellung unter die Finanzmarktaufsicht Ende 2008 löste einen Konsolidierungsprozess aus, der sich zwar inzwischen verlangsamt hat, aber noch nicht abgeschlossen ist. Kleine und mittelständische Leasing-Unternehmen sahen und sehen sich angesichts hoher aufsichtsbedingter Verwaltungskosten gezwungen, ihr Geschäft aufzugeben. Allein in den ersten Jahren der Aufsicht reduzierte sich die Zahl der bei der BaFin eingetragenen Leasing-Gesellschaften um über 100. Aufgegeben haben vor allem kleinere Unternehmen, die nicht im BDL organisiert waren und somit auch nicht auf die umfangreiche Unterstützung des Verbandes zurückgreifen konnten. Denn die Mitgliederzahlen des BDL gehen moderat zurück. 

Eigentümerhintergrund

Die Mehrzahl der BDL-Mitglieder ist im Leasing von Ausrüstungsinvestitionen tätig (Mobilien-Leasing). Ausschließlich Mobilien-Leasing betreiben 128 Gesellschaften, ausschließlich Immobilien-Leasing drei, 21 Unternehmen sind in beiden Bereichen tätig. Von allen Mitgliedsgesellschaften haben 30 einen Hersteller-, 41 einen Banken und 81 einen unabhängigen Hintergrund. Die Eigentümerstruktur der Mitgliedsunternehmen ist seit Jahren stabil. 

Internationalität

Ungefähr ein Drittel der Mitgliedsunternehmen des BDL betreibt Geschäfte im Ausland. In der Regel geht es dabei nicht primär um lokales Geschäft, vielmehr begleiten die Leasing-Gesellschaften ihre Kunden, wenn diese sich neue Absatzmärkte im Ausland erschließen oder ihre Produktion aus Deutschland verlagern.

Es werden zwei Arten von Geschäftsmodellen unterschieden:
Beim Domestic-Leasing erfolgt der Vertragsabschluss zwischen dem ausländischen Leasing-Nehmer und einer im jeweiligen Land ansässigen Tochtergesellschaft des deutschen Leasing-Unternehmens. Dies kann eine 100-prozentige Tochtergesellschaft oder ein Joint Venture sein.

Beim Cross-Border-Leasing wird der Leasing-Vertrag von der inländischen Leasing-Gesellschaft direkt mit dem ausländischen Leasing-Nehmer geschlossen. Dieses Geschäft ist seit einigen Jahren rückläufig –zugunsten des Domestic Leasing. Denn die Präsenz vor Ort ermöglicht einen besseren Einblick in die lokalen Güter- und Finanzmärkte. Außerdem können so die Besonderheiten in den einzelnen Ländern bei den handels-, zivil- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. 

Fachkräfte für die Leasing- Wirtschaft

Gut 13.000 Mitarbeiter beschäftigt die Leasing-Branche. Um den Kundenbedürfnissen optimal zu entsprechen, arbeiten in den Leasing-Gesellschaften Teams Fachkräfte unterschiedlicher Professionen zusammen. Da Objekt-Know-how und Branchenkenntnis die Experten der Branche auszeichnen, sind neben Finanzierungsexperten u. a. auch Ingenieure verschiedener Fachrichtungen, Experten des Gesundheitssystems, Kfz-Meister, Facility-Manager, Versicherungsfachleute und Juristen tätig. Dazu kommen die Positionen aus dem Finanzierungs- und Refinanzierungsgeschäft sowie Anforderungen, die sich aus dem Aufsichtsrecht (Risikomanager, Compliance Manager etc.) ergeben.

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