Sonderausgabe zum BDL-Jahresbericht "Leasing in Zeiten der Sharing Economy"

Editorial

Die Sharing Economy erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Statt Hotelübernachtungen werden auf Vermittlungsplattformen private Wohnungen für den Städtetrip gebucht. Statt eigenem Fahrzeug leiht man sich ein Auto für die Fahrt zum Restaurant über einen CarSharing-Anbieter, lässt den Wagen stehen und nimmt zurück kein Taxi, sondern einen RideSharing-Service in Anspruch. Was für Privatpersonen schon zum Alltag gehört, ist in der Industrie und im B2B-Bereich in Deutschland noch weniger verbreitet. Doch auch hier gewinnen Sharing-Modelle an Bedeutung. Nicht zuletzt entspricht die Leitidee des Leasing: „Der Nutzen eines Investitionsgutes liegt nicht in seinem Eigentum, sondern im Gebrauch“, der Sharing Economy.

Der Grundgedanke des Leasing wird durch den gesellschaftlichen Trend zum Teilen und Leihen neu aufgeladen und durch Digitalisierung und Big Data geradezu befeuert, auch im B2B-Bereich. Der BDL-Jahresbericht beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln, welche Herausforderungen und Chancen sich für die Leasing-Wirtschaft in Zeiten der Sharing Economy ergeben. Darüber hinaus informiert der Report über Rahmenbedingungen und Themen, die die Branche beschäftigen. Detaillierte Zahlen zum deutschen Leasing-Markt liefert der Marktbericht 2018. Unter der Überschrift „Der BDL“ werden der Verband und seine Aktivitäten vorgestellt sowie über die mittelständische Branchenstruktur informiert. Im Interview spricht Präsident Kai Ostermann über die Schwerpunkte der Verbandsarbeit.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre. Wenn Ihnen die Beiträge unseres Jahresberichts gefallen, würden wir uns freuen, wenn Sie – ganz im Sinne des Titelthemas – die Inhalte teilen. 

Ihr
BDL-Hauptgeschäftsführer
Horst Fittler

Leasing in Zeiten der Sharing Economy

Teilen und Leihen statt Kauf und Eigentum – das ist die Idee hinter der Sharing Economy, die immer beliebter in Deutschland wird. Rund 40 Prozent der Verbraucher nutzen deren Angebote – mit steigender Tendenz. Während der Handel durch Tauschen, dem Leihen und gemeinschaftlichen Nutzen bei Privatkunden boomt, sind Sharing-Modelle in der Industrie und im B2B-Bereich in Deutschland noch weit weniger verbreitet. Doch sie gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Gedanke des Teilens und Leihens ist in der Wirtschaft weder neu noch revolutionär. Leasing und Pooling – bei beiden Modellen erwirbt man nicht das Eigentum, sondern mietet oder teilt – werden seit über einem halben Jahrhundert in Deutschland genutzt. Der Leasing-Leitgedanke „Nutzen statt Eigentum“ wird durch die Sharing Economy neu aufgeladen und durch Digitalisierung und Big Data weiter entwickelt.

Wie stellen sich Leasing-Gesellschaften auf neue Kundenbedürfnisse ein und was schätzen mittelständische Kunden in diesen Zeiten an ihren Leasing-Partnern?

Lesen Sie Leasing in Zeiten der Sharing Economy im Jahresbericht 

Leasing-Zukunft: Kundenbedürfnisse und neue Leasing-Modelle

Die Leasing-Wirtschaft hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte den sich verändernden Kundenbedürfnissen immer wieder angepasst – begonnen von der reinen Finanzierung von Investitionen über ergänzende Serviceangebote bis zu neuen Nutzungsmodellen aufgrund von Big Data. In kurzen Statements beziehen Geschäftsführer und Verantwortliche verschiedener Leasing-Gesellschaften Stellung zu Herausforderungen und Chancen der Branche.

Dabei geben sie Antworten auf die Fragen: Welche Bedeutung hat die Sharing Economy für Leasing? Wie haben sich die Ansprüche und Bedürfnisse der Leasing-Kunden verändert? Was sind die Stärken der Leasing-Branche? Und wie wird sich Leasing in den nächsten 20 Jahren entwickeln? Welche neuen Geschäfts- und Servicemodelle werden die Zukunft der Branche bestimmen?

Lesen Sie die Statements aus der Branche im Jahresbericht

Sharing Economy und die Rolle des Leasing

In seinem Gastkommentar unter der Überschrift "Sharing Economy und die Rolle des Leasing" beschreibt der Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek, Bündnis90/Die Grünen, welches ökologische Potenzial in Leasing steckt und wie es sich voll entfalten kann.

Ein zentraler Gedanke dabei ist, dass die Leasing-Wirtschaft unter bestimmten Bedingungen ein starkes Interesse daran habe, die verleasten mobilen oder immobilen Güter lange zu erhalten – der Gewinn ergebe sich aus der Nutzungsdauer. Da das Produkt zudem während der Nutzung im Eigentum des Leasing-Gebers verbleibt, ergebe es Sinn, Rücknahme- und Recycling-Strukturen zur Wiederverwendung noch funktionsfähiger Komponenten der Leasing-Objekte zu schaffen. 

Lesen Sie den Gastkommentar im Jahresbericht

Kreislaufwirtschaft: Ressourcenschonung dank Leasing

Kollaborativer Konsum ist auch aus ökologischer Sicht interessant. Jeder Zweite nimmt an der Sharing Economy aus ökonomischen Gründen teil. Dagegen führt nur jeder Vierte Umweltschutz oder Nachhaltigkeit als Begründung auf. Dabei kann die Tausch- und Mietkultur durchaus auch dazu ihren Beitrag leisten. Denn Nutzungsrechte statt Eigentum schaffen Anreize zur Ressourcenschonung.

Daniel Ziegerer, Geschäftsführer der Schweizer Stiftung für nachhaltige Entwicklung sanu durabilitas, führt in seinem Gastbeitrag aus, wie es Leasing gelingen kann, traditionelle Geschäftsmodelle nachhaltiger zu gestalten oder neue, ressourcenschonendere Modelle einzuführen.

Lesen Sie den Gastbeitrag im Jahresbericht

Leasing-Wirtschaft: Neues Hoch mit 70 Mrd. Euro Neugeschäft 2018

Die Leasing-Wirtschaft blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Die Branche realisierte für Unternehmen in Deutschland Investitionen in Höhe von 69,8 Mrd. Euro – und dies obwohl das Fahrzeugleasing im zweiten Halbjahr 2018 durch die WLTP-bedingten Lieferschwierigkeiten stark gebremst wurde. Geleast wurden neben Pkw und Nutzfahrzeugen vor allem Maschinen, IT-Equipment und Software sowie andere Ausrüstungsgüter und Immobilien.

Überdurchschnittlich wuchs das Neugeschäft mit Produktionsmaschinen sowie mit IT-Equipment. Alle Kundensektoren mit Ausnahme des Verarbeitenden Gewerbes entwickelten sich positiv.

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Die Leasing-DNA

Leasing und Leasing-Unternehmen stehen für konsequente Kundenorientierung, Innovationskraft und Vielfalt – bei den Leasing-Gütern, den Leasing-Gesellschaften und auch den Beschäftigten. Was steckt in der Leasing-DNA, die von Expertise, mittelständischem Fokus und der Nähe zur Realwirtschaft gebildet wird?

Längst ist Leasing mehr als eine reine Finanzierungsalternative. Von den Leasing-Unternehmen ergänzend angebotene Dienstleistungen wie Reparaturen, Schadensmanagement, Inspektion oder Wartung erleichtern die Nutzung der geleasten Fahrzeuge, Maschinen oder IT-Systeme über den kompletten Lebenszyklus und verschaffen den Kunden Freiräume für ihr Kerngeschäft. Es überrascht daher nicht, dass in Deutschland aktuell Wirtschaftsgüter im Wert von mehr als 200 Milliarden Euro verleast sind. 

Lesen Sie "Die Leasing-DNA" im Jahresbericht

Investitionen von KMU gefährdet?

Die Unternehmensinvestitionen in Deutschland haben sich in der Vergangenheit häufig als der zentrale Schwachpunkt der deutschen Wirtschaft erwiesen. Nun gefährdet eine EU-Richtlinie, die in den nächsten zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden soll, die Investitionen des Mittelstandes, insbesondere von KMU. Die Richtlinie über präventive Restrukturierungsrahmen, die zweite Chance und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz von Restrukturierungs-, Insolvenz- und Entschuldungsverfahren sollte KMU in Schwierigkeiten unterstützen. Doch greift sie direkt in das Leasing-Geschäftsmodell ein.

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Bilanzierung und Steuern zunehmend unter europäischem Einfluss

Die Leasing-Wirtschaft spürt seit langem den immer stärkeren Einfluss der europäischen Rechtsetzung, insbesondere bei der Regulatorik. Dasselbe gilt für den Verbraucherschutz oder bei den Bedingungen für die Einbindung von Fördermitteln in Leasing-Investitionen. Auch im Bereich der Steuern und der Bilanzierung ist der europäische Einfluss auf die Branche unübersehbar.

Lesen Sie über den EU-Einfluss im Jahresbericht

Leasing-Bürgschaftsprogramm wird fortgesetzt

Die Bürgschaftsbanken legen das Leasing-Bürgschaftsprogramm neu auf – mit deutschlandweit einheitlich gültigen Konditionen, höheren Finanzierungsvolumina und mit einer digitalen Antragsstrecke. Das Programm startet im Herbst 2019 und soll vor allem kleinen und jungen Betrieben Investitionen erleichtern. Guy Selbherr, Vorstandsvorsitzender des VDB, schreibt im Jahresbericht über die Details des Bürgschaftsprogramms.

Mit Unterstützung der Bürgschaften können Leasing-Gesellschaften auch Kunden mit geringen Sicherheiten eine Leasing-Investition anbieten. Das eröffnet mehr kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Gründern den Zugang zu Leasing-Investitionen.

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Vom Mittelstand für den Mittelstand

Was wäre die deutsche Wirtschaft ohne ihren Mittelstand? Er gilt als der Erfolgsfaktor des deutschen Wirtschaftsmodells, wird im Ausland bewundert und hoch geschätzt. Doch was wäre der deutsche Mittelstand ohne die mittelständische Leasing-Wirtschaft, die in ihrer Struktur die Unternehmenslandschaft in Deutschland widerspiegelt und damit genauso einzigartig wie der „German Mittelstand“ ist?

Lesen Sie "Vom Mittelstand für den Mittelstand" im Jahresbericht

Schwerpunkte der Verbandsarbeit

Im Interview spricht BDL-Präsident Kai Ostermann über die Rahmenbedingungen für Leasing-Unternehmen, eine angemessene Regulierung in Deutschland sowie die Herausforderungen der Digitalisierung. Ostermann führt aus, welche Themen die Branche und den Vorstand des Verbandes beschäftigen, wie es mit der Strategie "Leasing 2020" weitergeht und wie die Branche in punkto Digitalisierung aufgestellt ist. 

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