Gemeinschaftsdiagnose: Aufschwung gewinnt an Stärke

„Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat an Stärke und Breite gewonnen. Neben den Konsumausgaben tragen nun auch das Auslandsgeschäft und die Investitionen zu Expansion bei“, beschreiben die fünf führenden Wirtschaftsinstitute in ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2017. Sie verzeichnen eine kräftige Zunahme der privaten und staatlichen Investitionsausgaben, relativieren jedoch: „Die Investitionstätigkeit kommt spürbar in Gang, auch wenn die Expansionsraten hinter den Werten früherer Hochkonjunkturen zurückbleiben.“

Aufgrund der hohen Kapazitätsauslastung schätzen die Experten, dass die Unternehmen ihre Erweiterungsinvestitionen verstärken.

Für das Gesamtjahr 2017 erwarten die Institute, dass die Ausrüstungsinvestitionen um 1,8 Prozent zulegen, wobei für das Schlussquartal ein Wachstum von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum prognostiziert wird. 2018 sollen die Ausrüstungsinvestitionen um 4,3 Prozent und 2019 um 3,5 Prozent steigen. "Wenn die Prognose eintritt, sind die Aussichten für die Leasing-Wirtschaft gut", erklärt BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler. "Denn über die Hälfte der außenfinanzierten Investitionen wird über Leasing realisiert. Allerdings stellt sich die Frage, ob diese Wachstumsraten ausreichen, um die bestehende Investitionslücke in Deutschland zu schließen." 

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