DIHK-Konjunkturprognose: Schwächere Investitionsdynamik

Der DIHK dreht seine Prognose kräftig zurück und rechnet in seiner Konjunkturprognose für 2019 nur noch mit einem BIP-Wachstum von 0,9 Prozent. Unternehmen aller Branchen schätzen laut der Umfrage „Jahresbeginn 2019“ ihre Geschäftserwartungen deutlich schlechter ein als im Vorjahr. Die Sorgen um Inlands- und Auslandsnachfrage nehmen zu, die Exporterwartungen gehen zurück: Die Unsicherheiten um Brexit und Handelskonflikte zollen ihren Tribut. In dieser Situation trübt sich auch das Investitionsklima.

Zum dritten Mal in Folge sinken die Investitionsabsichten von Unternehmen aller Größenklassen und Branchen: 31 Prozent (34 Prozent zu Jahresbeginn 2018) der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen ausweiten, 15 Prozent (12 Prozent) zurückfahren. Im Saldo planen entsprechend noch 16 Prozent mehr zu investieren, zum Jahresbeginn 2018 lag der Anteil noch bei 27 Prozent. Als Investitionsmotiv verlieren die Kapazitätserweiterungen an Bedeutung, während Umweltschutz-Aspekte gewinnen. Weitere Investitionshemmnisse sind Fachkräftemangel und Arbeitskosten. Insgesamt schätzt der DIHK ein Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen von 2,5 Prozent im laufenden Jahr.

„Die deutlich nachlassende Investitionsdynamik ist alarmierend“, kommentiert BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler die Ergebnisse. „Es muss mehr investiert werden, um unseren Kapitalstock modern zu halten. Auch der digitale Wandel erfordert zwingend mehr Unternehmensinvestitionen, wenn Deutschland wettbewerbsfähig bleiben soll.“ Fittler fordert daher, Investitionen in die Digitalisierung mit besseren Rahmenbedingungen zu fördern. Grundsätzlich müsse der Standort Deutschland gestärkt werden, mit Maßnahmen zur Entlastungen der Unternehmen und dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur. 

Zur DIHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2019