Reform der internationalen Leasing-Bilanzierung stösst weiterhin auf massive Kritik

Das International Accounting Standards Board (IASB) und der US-amerikanische Standardsetzer Financial Accounting Standards Board (FASB) haben im Mai 2013 einen revidierten Vorschlag zur Reform der internationalen Leasing-Bilanzierung vorgelegt, den sogenannten Re-Exposure Draft. Vorausgegangen war eine fast zweieinhalb Jahre dauernde Überarbeitung des ursprünglichen Standardentwurfs aus 2010, der in der Fachwelt auf erhebliche Kritik gestoßen war. Trotz zahlreicher Änderungen im Detail halten die Boards weiterhin an ihrem Grundkonzept der Right-of-Use-Bilanzierung fest.

BDL und Leaseurope haben sich in den zuständigen Ausschüssen und Arbeitsgruppen sehr eingehend mit dem Re-Exposure Draft befasst. Fazit: Die Right-of-Use-Bilanzierung führt zu keinem verbesserten Informationsgehalt der Leasing-Bilanzierung, durch den sich der hohe Aufwand für ihre Einführung und laufende Anwendung rechtfertigen ließe. Ursache dafür sind weiterhin konzeptionelle Schwächen, die die Aussagefähigkeit und Vergleichbarkeit beeinträchtigen. Die Leasing-Wirtschaft plädiert dafür, den bisherigen IAS 17 beizubehalten und bei Bedarf mit zusätzlichen Pflichtangaben in den Notes, also dem Anhang des IFRS-Abschlusses, zu ergänzen.  

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