Zukunftsbündnis: Forderungen für investitionsstarken und innovativen Standort Europa

In Europa fehlen pro Jahr rund 300 Mrd. Euro an Investitionen. Das Investitionsniveau liegt 15 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Investitionen in Europa müssen daher Vorrang haben, um die Investitionslücke zu schließen, fordert das Bündnis „Zukunft der Industrie“ in einer gemeinsamen Erklärung der High-Level Group. Dazu könne die Politik mit stabilen Rahmenbedingungen einen Beitrag leisten.

Insgesamt werden in der Handlungsempfehlung sechs Felder benannt, an erster Stelle steht die Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen und Investitionen. Die Schaffung einer Energieunion sowie zukunftsfähige Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche europäische Autoindustrie, mehr Geschwindigkeit auf dem Weg zu einem digitalen europäischen Binnenmarkt sowie die Gestaltung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und China sind die weiteren Punkte.

„Die Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen für Investitionen können wir nur unterstreichen“, erklärt BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler. „Zudem sind ein gemeinsamer europäischer Rechtsrahmen und globale Standards für Industrie 4.0 auch für die Leasing-Wirtschaft entscheidend, um die wichtigen Investitionen für ihre Kunden zu realisieren.“

Das Bündnis "Zukunft der Industrie" besteht aus 15 Partnern. Initiiert wurde es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall). Weitere Mitglieder sind der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Gesamtmetall, der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) sowie verschiedene Vertreter der Gewerkschaftsseite.

Gemeinsamen Erklärung der High-Level Group (PDF)