Leasing und Handwerk – zwei starke Partner
Wie die Leasing-Wirtschaft Investitionen für Handwerksbetriebe planbar und flexibel macht.
783 Milliarden Euro Umsatz, mehr als eine Million Betriebe, rund 6 Millionen Beschäftigte – nach jüngsten Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Das Handwerk ist eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. Wer heute einen Handwerksbetrieb führt, muss investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben, ohne die eigene Finanzierungskraft zu überfordern. In Zeiten von Fachkräftemangel, steigenden Energiekosten und strenger werdenden Kreditrichtlinien der Banken kann Leasing dafür der passende Baustein sein.

Viele Handwerker kombinieren laufenden Cashflow mit Leasing und können so schneller investieren. Planbare Raten und eine liquiditätsschonende Finanzierung schaffen Spielraum für das operative Geschäft. Insbesondere bei neuen Technologien wie Elektrofahrzeugen nutzen Betriebe Leasing, weil sich Investitionsrisiken und Restwertfragen so besser kalkulieren lassen.
BDL-Hauptgeschäftsführerin Dr. Claudia Conen
Die nachfolgenden Inhalte sind ein Auszug des BDL-Jahresberichts „Leasing und Handwerk - zwei starke Partner“ (Stand: 2026), der das Thema mit zahlreichen Kundenbeispielen und Statements aus der Branche veranschaulicht.
Wie finanziert das Handwerk nachhaltige Investitionen?
Eine ZDH-Sonderumfrage „Finanzierung und Nachhaltigkeit im Handwerk“ aus dem Herbst 2025 zeigt: 75 Prozent der Handwerksbetriebe, die in ressourcenschonende und nachhaltige Maßnahmen investieren, tun das ausschließlich aus eigenen Mitteln. Bei denjenigen, die ihre Investitionen außenfinanzieren, wählen 18 Prozent Leasing als Finanzierungsform.
Damit ist Leasing bei nachhaltigen Investitionen die drittwichtigste externe Finanzierungsform im Handwerk – nach Bankkredit und Förderprogramm. Bei Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steigt der Leasing-Anteil auf bis zu 30 Prozent.
Warum Eigenfinanzierung an Grenzen stößt
Bankfinanzierungen werden derzeit wieder enger. Die Quote notleidender Kredite für kleine und mittlere Unternehmen stieg im zweiten Quartal 2025 laut EBA Risk Dashboard auf über vier Prozent. Die Vergaberichtlinien werden nach einer Untersuchung der Deutschen Bundesbank verschärft.
Eine Alternative ist der Einsatz von Eigenkapital. Das schont die Liquidität kurzfristig, belastet aber die Eigenkapitalquote. Nach einer aktuellen Creditreform-Untersuchung weist jeder dritte Handwerksbetrieb eine zu niedrige Eigenkapitalquote von unter zehn Prozent auf, jeder vierte hat eine Quote von unter 20 Prozent. Wer Investitionen vollständig aus Eigenmitteln finanziert, reduziert seinen Spielraum für Material, Personal, Energie, Reparaturen oder Auftragsschwankungen.
Was Leasing konkret leistet
Leasing kann mehr als Finanzierung und Liquiditätsschonung leisten: Leasing-Unternehmen verfügen im Gegensatz zu anderen Finanzierern über ein ausgeprägtes Objekt-Know-how. Sie kennen Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen, können deren Wert einschätzen und berücksichtigen neben der Bonität stärker auch das Objekt. Daher finanzieren Leasing-Gesellschaften auch in solchen Fällen, in denen andere Finanzierer zurückhaltend sind.
Zudem bieten Leasing-Gesellschaften den Handwerksbetrieben ergänzend zur Finanzierung Dienstleistungen rund um die Nutzung an, bei Fahrzeugen zum Beispiel Wartung, Reifendienst, Inspektion und Schadensmanagement. Die Mitarbeitenden erhalten so Freiräume, um sich aufs Kerngeschäft zu konzentrieren.
Gerade für kleine und mittlere Betriebe ist das politisch relevant: Sie verfügen selten über eigene Fuhrpark- oder Investitionsabteilungen. Finanzierungs- und Serviceangebote, die Nutzung, Wartung und Planungssicherheit verbinden, können Bürokratie und organisatorischen Aufwand reduzieren.
Modernisierung trotz Fachkräftemangel
Das Handwerk wächst, aber mit weniger Menschen. Destatis meldete für 2025 ein Umsatzplus von 1,1 Prozent, gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten um 1,5 Prozent. Der Druck steigt, mit vorhandenen Teams produktiver zu arbeiten.
Moderne Maschinen ersetzen keine Fachkräfte, aber sie entlasten. Eine CNC-Fräse läuft programmiert, ein Transporter bleibt dank Wartungsintervallen stets einsatzbereit oder ein Kassensystem vereinfacht die Abrechnung und Dokumentation – moderne Ausstattung hilft Betrieben, knappe Fachkräfte effizienter einzusetzen und Arbeitsabläufe zu stabilisieren.
Solche Investitionen zahlen sich aus, wenn sie wirtschaftlich tragfähig sind und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Leasing kann helfen, diesen Zeitpunkt nicht vom verfügbaren Eigenkapital abhängig zu machen, sondern vom tatsächlichen Investitionsbedarf. Damit wird Leasing auch zu einem Produktivitätsthema.
Was Handwerker leasen können
Im Handwerk werden mittels Leasing oder Mietkauf gewerkeübergreifend Transporter, Nutzfahrzeuge, Anhänger, Gabelstapler, IT-Ausstattung, Software, Kassensysteme, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wallboxen und Ladeinfrastruktur finanziert. Hinzu kommen zahlreiche Objekte für die jeweiligen Gewerke, zum Beispiel:
- Baumaschinen und Ausrüstung: Minibagger, Radlader, Verdichtungsgeräte, Gerüste, Dachaufzüge, Materiallifte
- Produktions- und Bearbeitungsmaschinen: CNC-Fräs- und Drehmaschinen, Bearbeitungszentren, Sägen, Fräsen, Hobelmaschinen, Metallpressen
- Werkstatt- und Spezialtechnik: Schweißtechnik, Hebebühnen, Prüf- und Diagnosegeräte, Präzisionswerkzeuge, Mess- und Kalibriertechnik
- Lebensmittel- und Verarbeitungstechnik: Backöfen, Gärtechnik, Kühlanlagen, Teigknetmaschinen, Produktionsküchen, Brau- und Abfüllanlagen
- Reinigungs- und Servicetechnik: Reinigungsautomaten, Glasreinigungsroboter, Industrie- und Feinstaubsauger, Wäscherei- und Textilpflegetechnik
- Einrichtung und Ausstattung: Saloneinrichtungen, Wasch- und Stylingeinheiten, Arbeitsplätze, Lagertechnik, Kühlzellen
Zugespitzt kann man sagen, dass es kaum etwas gibt, das sich nicht leasen lässt.
Acht Beispiele aus der Praxis: Wie Handwerksbetriebe ihre Zukunft finanzieren
Anhand von acht Unternehmen aus Handwerk und Mittelstand zeigen Kundenbeispiele, wie Leasing und Mietkauf konkrete Vorhaben möglich machen – von der Füllmaschine über Drucksysteme bis hin zur Photovoltaikanlage auf dem Brauereidach. Jedes Beispiel folgt demselben Prinzip: Liquidität schonen, planbar finanzieren, schnell investieren und finanzielle Spielräume für weitere Entwicklungen offen halten.
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Heike Schur
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