Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen
Wir sind die Stimme der Leasing-Wirtschaft
Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V. (BDL) ist die Stimme der Leasing-Wirtschaft in Deutschland. Er vertritt rund 230 Mitglieder, darunter 140 Leasing-Gesellschaften, die über 90 Prozent des deutschen Leasing-Marktes repräsentieren (Stand: 2026). Die weiteren 90 Mitglieder sind Unternehmen, die kein Leasing-Geschäft betreiben, deren Geschäftstätigkeit jedoch engen Bezug zur Leasing-Branche hat, darunter u. a. beratende Berufe, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie refinanzierende Banken.
Sitz des Verbandes ist Berlin, eine Repräsentanz besteht in Brüssel. Präsident des BDL ist Kai Ostermann, Hauptgeschäftsführerin Dr. Claudia Conen.
Was macht der BDL?
Der BDL hat die Aufgabe, alle gemeinsamen Belange der Leasing-Wirtschaft zu wahren und zu fördern. Drei Aufgaben stehen im Vordergrund: die Interessenvertretung gegenüber Politik und Aufsicht in Berlin und Brüssel, die fachliche Arbeit in den Gremien des Verbandes und die Information der Öffentlichkeit über Produkt und Branche.
Die Leasing-Wirtschaft finanziert einen erheblichen Teil der Investitionen in Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge und weitere Betriebsausstattung in Deutschland. Mehr als ein Viertel aller gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen (2025: 26,6 Prozent) wird über Leasing realisiert. Damit gehört die Branche zu den größten Investoren des Landes.
Wofür der BDL eintritt
Der investierende Mittelstand und seine Finanzierungspartner brauchen verlässliche rechtliche, steuerliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Regulierung muss risikoadäquat sein. Leasing-Gesellschaften sind keine Banken: Sie sind weniger komplex aufgestellt und tragen andere Risiken. Wer sie mit dem Maßstab der Bankenaufsicht misst, belastet die mittelständische Branche.
Ordnungspolitisches Leitbild des BDL ist die soziale Marktwirtschaft, mit offenen Märkten, funktionierendem Wettbewerb sowie Chancen- und Leistungsgerechtigkeit. Aufgabe des Staates ist es, den Wirtschaftsstandort mit günstigen Rahmenbedingungen attraktiver zu gestalten.
Die Schwerpunkte der Verbandsarbeit:
- Förderung des Mittelstandes als Garant unseres Wohlstandes
- Stärkung von Investitionen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort Deutschland
- Unterstützung von Innovationen und Digitalisierung für eine zukunftsfähige Wirtschaft und Umwelt
- Verlässliche Rahmenbedingungen für Leasing-Unternehmen
- Angemessene Regulierung, Proportionalität und mehr Differenzierung für die mittelständische Leasing-Branche
Der BDL in Politik und Öffentlichkeitsarbeit
Als wesentlicher Akteur im demokratischen Willensbildungsprozess transportiert der BDL die Interessen der Leasing-Wirtschaft und des investierenden Mittelstandes an die politisch Verantwortlichen in Deutschland und Europa. Er bringt sich frühzeitig in den öffentlichen politischen Diskurs ein, setzt Themen, bündelt differenzierte Meinungen, schafft in der Allianz mit Mitglieds- und anderen Branchenverbänden Interessenausgleich und bietet so der Politik abgestimmte, repräsentative Positionen der Wirtschaft.
Der BDL ist der fachlich kompetente Ansprechpartner für alle Leasing-Fachfragen. Seine Expertise bringt er in die Politik in Brüssel und Berlin ein. Der BDL orientiert den Erfolg seiner Arbeit an der Umsetzung seiner Positionen in die politische Wirklichkeit. Der BDL verfügt über ein breites Netzwerk in Deutschland und Europa. Er pflegt Kontakte zu Entscheidern und Multiplikatoren in EU-Kommission, Ministerien, Parlamenten, Parteien und Verbänden sowie zu Wissenschaftlern. Die Glaubwürdigkeit des BDL gründet auf überparteilicher, sachorientierter und wissenschaftlich fundierter Argumentation.
Die Wege der BDL-Kommunikation an die Politik sind transparent. Der BDL kommuniziert von Pressearbeit, Stellungnahmen bis zu Social Media-Aktivitäten, vor allem über LinkedIn. Zudem pflegt der Verband enge Kontakte zu anderen Wirtschaftszweigen und deren Verbänden.
Was der BDL für seine Mitglieder leistet
Wir sind Dienstleister und unterstützen unsere Mitgliedsunternehmen

Der BDL bewertet politische und aufsichtliche Entscheidungen für seine Mitgliedsunternehmen und berät sie in leasingrelevanten Fragen. In den Gremien des Verbandes werden Fachthemen bearbeitet, die einzelne Unternehmen konzeptionell und organisatorisch nicht allein stemmen können. Die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaftsforschung ist eng.
Hinzu kommen Fachtagungen und Foren zu Branchenthemen. Die BDL-Akademie deckt die Aus- und Weiterbildung ab, vom Grundlagenseminar bis zum Spezialseminar, zugeschnitten auf die Praxis der Mitglieder.
Der BDL in Europa

Fast ein Drittel der BDL-Mitglieder ist grenzüberschreitend tätig, in gut 80 Ländern. Gleichzeitig entstehen immer mehr leasingrelevante Verordnungen und Richtlinien in Brüssel. Der Verband hat sein internationales Engagement deshalb ausgebaut.
Der BDL ist Mitglied im europäischen Dachverband der nationalen Leasing-Verbände „Leaseurope“. Zusätzlich unterhält er eine eigene Repräsentanz in Brüssel, die gemeinsam mit Leaseurope die Leasing-Stimme gegenüber den europäischen Institutionen vertritt.
Geschichte des Verbandes
Wir blicken mit über 50 Jahren Verbandsgeschichte in die Zukunft
Als sich vor über einem halben Jahrhundert die ersten Leasing-Gesellschaften in Deutschland gründeten, dauerte es nicht lange, bis sich die Pioniere der Branche organisierten – zunächst in Form einer Arbeitsgemeinschaft, aus der im November 1972 der erste Deutsche Leasing-Verband hervorging. In den folgenden Jahren begleiteten die Verbandsvertreter die rechtlichen, steuerlichen, bilanziellen Entwicklungen, die die Branche beeinflussten. Die Gremien berieten betriebswirtschaftliche Fragen, Fragen der Refinanzierung, entwickelten eine Marktstatistik, werteten Marktstudien aus, initiierten Programme für die Aus- und Weiterbildung, betrieben Öffentlichkeitsarbeit für Produkt und Branche und sorgten mit der Gründung des Forschungsinstituts für Leasing an der Universität zu Köln für die wissenschaftliche Begleitung des Produkts.
2001 fusionierte der Bundesverband Deutscher Leasing-Gesellschaften mit dem Interessenverband der Deutschen Leasing-Unternehmen, der sich Ende der 1980er Jahre gegründet hatte und dem überwiegend kleine und mittlere Leasing-Gesellschaften und Vertreter beratender Berufe angehörten. Der neue BDL verlegte seinen Sitz in die Hauptstadt Berlin und vertritt seither die Interessen der gesamten Leasing-Wirtschaft in Deutschland.
Transparenz
Der BDL ist im Lobbyregister des Deutschen Bundestages unter der Nummer R001688 eingetragen. Im Transparenzregister der Europäischen Union ist er unter der Nummer 84917875724-73 registriert. Satzung, Transparenzerklärung und die Grundsätze der Verbandsarbeit sind öffentlich einsehbar.

