Per Leasing stets das neueste Modell fahren

Vor allem Unternehmen nutzen Fahrzeugleasing und ergänzende Services

Fahrzeugleasing ist beliebt. Stets das neueste Modell zu fahren, keine Mühe mit dem Verkauf des Gebrauchtwagens zu haben oder umfangreiche Service-Angebote zu nutzen sind nur einige der Argumente, die für das Leasing von Fahrzeugen sprechen. Mehr als jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug ist inzwischen geleast (40 Prozent in 2019). Der Löwenanteil der Leasing-Fahrzeuge wird von Unternehmen genutzt. Etwa jedes zweite von gewerblichen Haltern neuzugelassene Fahrzeug wurde mittels Leasing angeschafft. Da diese vor allem Mittel- und Oberklassewagen fahren, ist der Anteil der geleasten Fahrzeuge nach Anschaffungswert mit 60 Prozent an den Neuzulassungen entsprechend höher.  

Grundsätzlich befindet sich die Autowelt im Wandel. Der Trend geht hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Mobilitätsbedarfs, der Nutzung und Verknüpfung aller modernen Formen der Mobilität aus einer Hand. Im Mobilitätskonzept der Zukunft ist der Dienstwagen nur eine von mehreren Optionen. Unternehmen verlangen teilweise ein flexibles Travelmanagement, das Mobilität aus verschiedenen Komponenten bietet. Corporate Carsharing gewinnt nicht nur bei Privatleuten in Großstädten, sondern auch in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Ergänzend werden (geleaste) E-Bikes eingesetzt, wenn und wo es die Fahrsituation erlaubt. Generell fragen Kunden stärker nach individuellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Lösungen, hier sind die Leasing-Gesellschaften mit ihren Marktkenntnissen und ihrem Objekt-Knowhow die richtigen Partner für die Zukunft.

Dr. Claudia Conen, BDL-Hauptgeschäftsfüherin

Die nachfolgenden Inhalte sind ein Auszug unseres Themendossiers „Fahrzeugleasing“ (Stand: 2019), das für Journalisten als Download (Word-Datei) zur redaktionellen Verwendung zur Verfügung steht.

Wem gehört das Leasing-Fahrzeug?

Die Leasing-Gesellschaft (Leasing-Geber) bleibt rechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer des geleasten Fahrzeugs und weist es in ihrer Bilanz aus. Gegen eine monatliche Rate erhält der Leasing-Kunde (Leasing-Nehmer) ein Nutzungsrecht und wird im Kfz-Brief als Halter geführt. Da der Leasing-Nehmer das Auto uneingeschränkt nutzen darf und der Leasing-Geber hierauf grundsätzlich keinen Zugriff hat, werden auf den Leasing-Nehmer auch alle Rechte (Gewährleistungsrechte) und Pflichten übertragen, die sich aus dem Kaufvertrag mit dem Lieferanten oder Hersteller ergeben. Entsprechend kümmert sich der Nutzer selbst - anders als z.B. bei der Wohnungsmiete - um Wartung und Reparaturen, es sei denn, er hat zusätzlich einen Service-Vertrag mit der Leasing-Gesellschaft abgeschlossen.

Leasing-Vorteile

Für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler gibt es zahlreiche gute Gründe für Leasing: Die monatlichen Raten für die Nutzung sowie die Nutzungsdauer sind von Anfang an für die gesamte Vertragslaufzeit fixiert. Damit besteht Planungssicherheit. Leasing schont die Liquidität, denn das Fahrzeug wird von der Leasing-Gesellschaft gekauft, der gewerbliche Leasing-Kunde zahlt in der Regel nur monatliche Leasing-Raten. Hinzu kommen steuerliche Vorteile, denn die Leasing-Raten können als Betriebsausgaben sofort steuerlich geltend gemacht werden. Zudem können Leasing-Nehmer von den Großkundenkonditionen profitieren, die eine Leasing-Gesellschaft bekommt und an ihre Kunden weitergibt. Dies ist besonders für kleinere Unternehmen interessant. Nicht zuletzt kann mittels Leasing die Fuhrparkflotte stets auf dem modernsten Stand gehalten werden, da die Laufzeit eines geleasten Pkw selten länger als drei Jahre beträgt. Und moderne Fahrzeuge sind umweltfreundlicher: sie stoßen weniger CO2  aus und verbrauchen weniger Benzin.

Wie funktioniert Leasing?

Beim Fahrzeugleasing entsteht ein Dreiecksverhältnis mit Leasing-Nehmer, Leasing-Geber und Hersteller oder Lieferant. Der Leasing-Nehmer wählt sein Fahrzeug nach seinen individuellen Anforderungen bei einem von ihm gewünschten Hersteller oder Lieferanten aus. Die Leasing-Gesellschaft erwirbt das Fahrzeug vom Hersteller/Lieferanten oder tritt in einen zuvor von Leasing-Nehmer und Lieferant abgeschlossenen Kaufvertrag ein. Gleichzeitig schließt die Leasing-Gesellschaft einen Leasing-Vertrag mit dem Leasing-Nehmer über die Nutzung. Während der Vertragslaufzeit bezahlt der Leasing-Kunde eine festgeschriebene, meist gleichbleibende monatliche Leasingrate für u. a. Nutzung, Wertverlust, Kreditzins und Verwaltungskosten. Nach Ablauf des Vertrages gibt der Leasing-Nehmer das Auto zurück und muss sich nicht um die Vermarktung des Gebrauchtwagens kümmern. Leasing wird daher oft von Unternehmen gewählt, die ihre Fahrzeugflotte regelmäßig erneuern.

Vertragsarten beim Fahrzeugleasing

Beim Fahrzeugleasing werden zwei Leasing-Vertragstypen unterschieden: Beim Restwertvertrag wird zu Beginn der Laufzeit der voraussichtliche Wert des Fahrzeugs nach Vertragsende kalkuliert. Sollte bei Vertragsende der Wagen weniger wert sein, muss der Leasing-Nehmer die Differenz ausgleichen. Liegt er darüber, bekommt er 75 Prozent des Mehrerlöses ausbezahlt.

Fast 50 Prozent der Verträge sind Kilometerverträge

48 Prozent der Fahrzeugleasing-Verträge von Unternehmen mit Firmenfahrzeugen sind inzwischen Kilometerverträge (Arval Mobility Observatory). Bei einem Kilometervertrag wird zu Vertragsbeginn die Gesamtlaufleistung für das Fahrzeug festgelegt. Liegt der Kunde darüber, muss er eine Ausgleichszahlung leisten. Fährt er weniger als kalkuliert, erhält er Geld zurück. In der Regel gibt es eine Kulanzspanne von 2.500 km. Die Leasing-Gesellschaft trägt hier das Restwertrisiko. Der Leasing-Nehmer gibt das Fahrzeug am Vertragsende zurück. Er rechnet lediglich eventuelle Mehr- oder Minderkilometer ab, wenn sie über oder unter der im Vertrag festgelegten Kilometerlaufleistung liegen. Allerdings muss der Kunde schon im Vorfeld seine Kilometerleistung gut einschätzen können.

Mehr als Finanzierung

Full-Service-Leasing ist auf dem Vormarsch. Service-Bausteine wie Wartung und Reparatur, Reifenersatz, Tankkarte, Steuer und Versicherung können vom Leasing-Nehmer mitgebucht werden. Die monatliche Rate erhöht sich entsprechend. Die Kombination verschiedener Service-Module entlastet den Leasing-Nehmer von zeit- und arbeitsintensiven Tätigkeiten, die nicht direkt mit seinem Kerngeschäft zu tun haben. Zudem setzt sich der Trend fort, Fuhrparkmanagement komplett auszulagern, was auch Kostenvorteile gegenüber selbstverwalteten Fuhrparks mit sich bringt. Von der Möglichkeit des Outsourcings machen auch immer mehr mittelständische Unternehmen Gebrauch.

Auch Selbstständige und Handwerker setzen auf Service-Pakete

Eine wachsende Zahl von mittelständischen Unternehmen fragt Service-Komponenten beim Leasing ihrer Fahrzeuge mit an. Service-Pakete umfassen z. B. Wartungen und Verschleißreparaturen, Reifenwechsel, Pannenhilfe mit Abschlepp- und Mietwagenservice, Schadens- und Versicherungsmanagement. Auch Freiberufler, Handwerker und kleine Gewerbetreibende wünschen sich fest kalkulierbare, überschaubare und nicht zu hohe Kosten für das geleaste Fahrzeug.

Im Paket gebucht sind die Dienstleistungen häufig günstiger als die Einzelleistungen. Zudem reduziert sich der Verwaltungsaufwand für das Fahrzeug oder den kleinen Fuhrpark deutlich. Die eingesparte Zeit lässt sich besser in das eigentliche Kerngeschäft investieren.

Service-Leasing nimmt zu

Zeit ist Geld - und Planbarkeit das A und O im Geschäftsleben. Was viele Unternehmen mit einem großen Fuhrpark schon seit Langem betreiben, gewinnt nun auch für kleinere Flotten an Attraktivität. Aufgrund des vermehrten Zeitaufwandes bei der Verwaltung der Fahrzeuge nutzen auch immer mehr mittelständische Unternehmen Service-Pakete. Ab einer bestimmten Flottengröße wird sogar das komplette Fuhrparkmanagement ausgelagert und ein externer Flottenmanager beauftragt.

Neben den Einspareffekten profitieren die Unternehmen auch von der Transparenz der monatlichen Gesamtkosten und erhalten damit eine höhere Planungssicherheit.

Häufig berechnen Firmenchefs nur den Zeitaufwand der Fuhrpark-Verantwortlichen. Doch auch im Rechnungswesen oder beim Fahrzeugmanagement werden Mitarbeiter mit Verwaltungsaufgaben eingespannt. Gerade beim Thema Rechnungsprüfung ist die Zusammenarbeit mit externen Experten ratsam. Sie können Rechnungsposten, unnötige Reparaturen, Kulanzansprüche, zu teure Ersatzteile oder Öl etc. besser einschätzen als Mitarbeiter, die dies nur „nebenher mitmachen“.

Service-Module individuell wählbar

Die Dienstleistungspalette der Leasing-Gesellschaften ist vielfältig und reicht von Wartung und Reparatur über Schadensmanagement, Mobilitätsgarantie bis zum Online-Service mit aktuellem Reporting. Alle diese Module können einzeln gewählt werden, sodass sich jeder Kunde seine Bausteine individuell zusammensetzen kann.

Offene und geschlossene Abrechnungen

Bei einigen Bestandteilen kann der Kunde wählen, ob er eine geschlossene oder eine offene Abrechnung wünscht. Bei der geschlossenen Abrechnung wird eine gleichbleibende Rate angerechnet, es gibt keine Endabrechnung. Bei der offenen werden am Ende der Laufzeit die Ein- und Auszahlungen mit der monatlichen Rate abgeglichen.

Auch beim Leasing von Spezialfahrzeugen, wie Verkaufs- und Kühlwagen oder Fahrschulautos, die voller wartungsintensiver Technik stecken, nehmen Service-Nachfragen zu. Die Leasing-Gesellschaft übernimmt Reparaturen, die Wartung der Bordtechnik und entlastet damit den Leasing-Nehmer, der als Fischhändler, Bäcker, Metzger etc. tätig ist. Bei Fahrschulwagen, von denen über die Hälfte geleast ist, liefert die Leasing-Gesellschaft sogar die Fahrschulübungsblätter auf Wunsch mit.

Full-Service beim Kfz-Leasing

Leasing-Gesellschaften bieten verschiedene Module von Service-Leistungen an, die sich der Kunde individuell zusammenstellen kann. Angeboten werden u. a.:

  • Wartung und Reparatur Reifenersatz, -wechsel und -lagerung
  • Versicherungsservice, Steuer und GEZ
  • Tankkarten
  • Schadensmanagement (Unfallmeldung, Abwicklung des Schadens), teilweise mit einer 24-Stunden-Hotline Mobilitätsgarantie (Ersatzfahrzeug, Ticketbeschaffung für Bahn/Flug)
  • Strafzettelmanagement, Führerscheinkontrolle
  • Online-Service mit tagesaktuellem Reporting (Kosten-, Ausreißeranalyse, Gehaltsumwandlungsreport) und
  • Konfiguration des Fuhrparks
  • Fuhrparkverwaltungssoftware
  • Gebrauchtwagenmanagement
  • Service Level Agreement   

Ausblick und Trends beim Fahrzeugleasing

Insbesondere in punkto Serviceangebote ergeben sich große Chancen für Leasing-Gesellschaften, sich von einer klassischen Finanzierung zu differenzieren, denn die klassische Finanzierung belässt gerade die arbeitsintensiven Bereiche des Fuhrparkmanagements im Unternehmen. Zumal Unternehmen weiterhin mit Partnern zusammenarbeiten wollen, die neben der Finanzierung auch Serviceleistungen und Pakete als „One Stop Shop“ anbieten.

Die Nachfrage der Unternehmen nach flexiblen Dienstleistungen wird weiter zunehmen. Unterschiedliche Mobilitätsangebote sind z. B. für Flottenbetreiber interessant, die dienstwagenberechtigte Mitarbeiter in der Probezeit haben. Denn hier stellt sich für Fuhrparkverantwortliche die Frage, welcher Dienstleister die nötige Flexibilität bietet – beispielsweise in Form von Langzeitmiete. Trotz der Vielzahl an unterschiedlichen Mobilitätsangeboten sind Unternehmen bestrebt „Lösungen aus einer Hand“ zu bekommen. Leasing-Gesellschaften werden zum Allround-Dienstleister.

Gerade bei Themen wie Miet- oder Interimsfuhrpark, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, möchten Unternehmen oftmals keinen weiteren Dienstleister hinzuziehen. Leasing-Gesellschaften sind hier ideale Partner, die die komplexen Mobilitätslösungen aus einer Hand leisten können.

Kunden achten intensiv auf Kostenoptimierung und fordern für ihre Flotte die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und CO2-Ausstoßes. Gewerbliche Kunden fragen verstärkt ergänzende Servicepakete zum Leasing mit Wartung, Reifendienst, Reparaturservice, Versicherungen, Schadensmanagement etc. nach. Auch Mobilitätsgarantien und Online-Services bis hin zum aktuellen Reporting sind mögliche Bausteine, die den Leasing-Nehmer zeitlich entlasten können.

Autowelt im Wandel

Grundsätzlich befindet sich die Autowelt im Wandel. Der Trend geht hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Mobilitätsbedarfs, der Nutzung und Verknüpfung aller modernen Formen der Mobilität aus einer Hand. Im Mobilitätskonzept der Zukunft ist der Dienstwagen nur eine von mehreren Optionen. Unternehmen verlangen teilweise ein flexibles Travelmanagement, das Mobilität aus verschiedenen Komponenten bietet. Corporate Carsharing gewinnt nicht nur bei Privatleuten in Großstädten, sondern auch in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Ergänzend werden (geleaste) E-Bikes eingesetzt, wenn und wo es die Fahrsituation erlaubt. Generell fragen Kunden stärker nach individuellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Lösungen, hier sind die Leasing-Gesellschaften mit ihren Marktkenntnissen und ihrem Objekt-Knowhow die richtigen Partner für die Zukunft.

Ein weiterer interessanter Trend ist das vernetzte Auto, also die Vernetzung von Internet, Smartphones und dem Fahrzeug. Der Dienstwagen wird zum Arbeitsplatz für Geschäftsreisende und Außendienstler. Der Bordcomputer liest Emails vor und beantwortet diese via Sprachsoftware; Sitze lassen sich per Smartphone-App einstellen etc. Der Wettbewerb in diesem Bereich ist schon jetzt nicht zu unterschätzen: Autohersteller, Zulieferer, Chiphersteller, IT-Unternehmen etc. sind bereits beteiligt.

Die oben gezeigten Fotos sind nicht zur Weitergabe lizensiert. Die Fotoquelle ist jeweils angegeben. 

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Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen 

Heike Schur
Referatsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 206 337 22
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