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Das ifo Geschäftsklima der Leasing-Wirtschaft hat sich im Oktober wieder abgekühlt und sank auf -1,6 Punkte und somit in den negativen Bereich zurück. Als Seismograph für den Mittelstand war dieser Frühindikator im vergangenen Monat mit (revidierten) 0,7 Punkten über die Marke von 0 geklettert. Zwar bewerten die Leasing-Gesellschaften ihre aktuelle Lage mit 0,1 Punkten noch ausgewogen, jedoch ist der Ausblick mit -3,4 Punkten deutlicher in den negativen Bereich gesunken.

„In der gesamten Wirtschaft nimmt die Unsicherheit aufgrund der seit Wochen steigenden Infektionszahlen wieder zu,“ erläutert Dr. Kai Wohlfarth, BDL-Referatsleiter Volkswirtschaft und Finanzierung. Da die Umfrage mit etwas zeitlicher Verzögerung veröffentlicht wird, kann die aktuelle Dynamik des Infektionsgeschehenes und die Gefahr eines erneuten umfangreichen Lockdowns noch nicht vollständig abgebildet werden. „Wir müssen aber davon ausgehen, dass die Erholung der Konjunktur nun abgewürgt wird. Wir stehen nicht nur aus gesundheitlicher Perspektive vor einem schweren Herbst, sondern auch aus ökonomischer.“ Weitere fiskalische und geldpolitische Maßnahmen werden, so Dr. Wohlfarth, im aktuellen Umfeld wieder zeitnah diskutiert werden.

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Vor 30 Jahren vereinten sich Deutschland West und Deutschland Ost. Fortan begann der „Aufbau Ost“, um die wirtschaftlichen Lebensverhältnisse der neuen Bundesländer an die der alten anzugleichen. Dazu gehörte vor allem der Aufbau einer leistungsfähigen Wirtschaft. Die Leasing-Branche unterstützte diesen Prozess tatkräftig. In den ersten Jahren der Wiedervereinigung von 1990 bis 1996 realisierten die Leasing-Gesellschaften in den neuen Bundesländern Investitionen von rund 42 Mrd. DM. Bereits 1991 erreichte die Branche bei Ausrüstungsgütern einen Marktanteil von 14 Prozent.

„Leasing erwies sich als ein ideales Instrument für die ostdeutsche Wirtschaft, um die notwendigen Investitionen in den ehemaligen DDR-Betrieben zu realisieren. Es wurde zunächst sogar von Staatsbank und Regierung als geeignete Investitionsform hervorgehoben“, blickt Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), zurück. Die Mobilien-Leasingquote erreichte entsprechend in Ostdeutschland bereits nach wenigen Jahren nahezu westdeutsches Niveau. Den ostdeutschen Unternehmen kamen die Erfahrungen und das Know-how der Leasing-Gesellschaften auf den Investitionsgütermärkten zugute. Die Leasing-Experten berieten ihre Kunden aufgrund ihrer Expertise bei der Anschaffung neuer Maschinen und Produktionsanlagen. „Rückblickend hat die Leasing-Wirtschaft sicherlich einen bedeutenden Beitrag zum ‚Aufbau Ost‘ geleistet“, zieht Dr. Conen Bilanz.

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Das ifo Geschäftsklima der Leasing-Wirtschaft hat sich analog zum gestern veröffentlichten ifo Geschäftsklimaindex weiter erholt. Auf niedrigem Niveau konnte das Geschäftsklima saisonbereinigt mit 1,9 Punkten wieder über die Nulllinie klettern. „Dies deckt sich mit der eindrucksvollen Erholung der deutschen Wirtschaft im Anschluss an den Lockdown“, kommentiert BDL-Volkswirt Dr. Kai Wohlfarth. Allerding verharrt die Erwartungskomponente mit -1,5 Punkten weiterhin unter 0.

 „Eine drohende zweite Welle sollte zwar nicht mehr zu einem vollständigen Lockdown führen, aber dennoch die weitere Erholung abbremsen. Bereits ohne erneute Einschränkungen sollte das gesamtwirtschaftliche Vorkrisenniveau frühestens Ende 2021 wieder erreicht werden“, erklärt Dr. Wohlfarth.

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Der BDL – Vertreter der deutschen Leasing-Wirtschaft

Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung der deutschen Leasing-Wirtschaft, die jährlich Investitionen in Höhe von rund 75 Mrd. Euro für ihre Kunden realisiert. Aktuell sind dies 54 Prozent aller außenfinanzierten Investitionen.  

Ziel des BDL ist es, Leasing in Deutschland zu fördern und zu schützen – aus Anbieter- wie aus Kundensicht. Der BDL setzt sich außerdem ein für die Förderung des Mittelstands als Garant unseres Wohlstandes, die Stärkung von Investitionen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort Deutschland, die Unterstützung von Innovationen und Digitalisierung für eine zukunftsfähige Wirtschaft und Umwelt sowie für eine angemessene Regulierung, Proportionalität und mehr Differenzierung für die mittelständische Leasing-Branche. 

150 Leasing-Gesellschaften haben sich im BDL zusammengeschlossen, um sich im Dialog mit Gesetzgeber, Verwaltung und Öffentlichkeit für die Belange der Branche und des Produkts einzusetzen. Sie repräsentieren rund 85 Prozent des Leasing-Marktvolumens. 

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