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Mit einem Leasing-Anteil von 53,5 Prozent an den außenfinanzierten Anlageinvestitionen erzielte die Leasing-Wirtschaft 2019 einen neuen Rekord. Noch nie zuvor realisierten Unternehmen einen derartig hohen Anteil ihrer außenfinanzierten – also nicht über den internen Cashflow finanzierten – Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, Produktionsanlagen etc. mittels Leasing. Damit dominiert Leasing alle Formen der Außenfinanzierung und erweist sich als Investitionsmotor der Wirtschaft in aktuell unsicheren Zeiten.

Die Unternehmen in Deutschland sind einerseits mit instabilen internationalen Rahmenbedingungen und andererseits mit branchenspezifischen Transformationsprozessen konfrontiert. Angesichts dieser Unsicherheiten fahren die Unternehmen ihre Investitionen zurück und setzen auf Planungssicherheit durch Leasing: "Denn Leasing ermöglicht nicht nur Flexibilität und garantiert Sicherheit durch Planbarkeit und Transparenz der Kosten, vielmehr bietet die Leasing-Branche Lösungen für die aktuellen Herausforderungen wie fortschreitende Digitalisierung, Elektromobilität, Energieeffizienz oder moderne Umwelttechnik“, kommentiert Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), die Ergebnisse der jüngsten Berechnungen des ifo Instituts.

Beispiel Klimaschutz: Laut EU-Kommission müssen bis 2030 europaweit jährlich zusätzlich 260 Mrd. Euro investiert werden, um die Energie- und Klimaziele der EU zu erreichen. "Die Leasing-Wirtschaft wird diesen Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft in Deutschland aktiv mitgestalten und einen großen Teil dieser Investitionen in moderne, energieeffiziente und umweltfreundlichere Technologien realisieren", erklärt die Hauptgeschäftsführerin.

Zudem geben ergänzende Serviceangebote, gerade beim Fahrzeug- und IT-Leasing, für viele Unternehmen den Ausschlag, sich für Leasing zu entscheiden, nennt Dr. Conen weitere Leasing-Motive. Full-Service-Leasing entlaste den Kunden und schaffe Freiräume für sein Kerngeschäft. Leasing sorge dafür, dass die Betriebsmittel stets auf dem neusten Stand sind. Bei immer kürzer werdenden Technologiezyklen sei dies ein wichtiges Motiv für Unternehmen.

 

 

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Das Leasing-Neugeschäft Mobilien der BDL-Mitgliedsgesellschaften ist im Schlussquartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 16,8 Prozentgestiegen. Einen Zuwachs gab es bei den Segmenten Pkw, Nutzfahrzeugen sowie bei Luft-, Schienen- und Wasserfahrzeugen. Die Segmente Produktionsmaschinen, IT-Equipment und Medizintechnik stagnierten.

Im 4 Quartal 2019 lag die Zahl der Zulassungen neuer Pkw um 13,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach der 2018 beobachteten Stagnation ist ihre Zahl damit 2019 laut Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) insgesamt um 5 Prozent gestiegen. Dieses kräftige Wachstum wurde ausschließlich vom gewerblichen Bereich getragen (+8,1 Prozent im Vergleich zu 2018). Die privaten Zulassungen stagnierten auf Vorjahresniveau (-0,4 Prozent. Die Leasing-Unternehmen haben von dieser Entwicklung erneut überdurchschnittlich profitiert: Mit einem Plus von 17,1 Prozent lag die Zahl der geleasten Fahrzeuge deutlich über dem Vorjahresquartal. Wertmäßig hat das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahresquartal um 25,1 Prozent zugelegt.

Bei der Beurteilung dieser Werte ist jedoch zu beachten, dass der deutsche Pkw-Markt und mit ihm das Pkw-Leasing besonders in der zweiten Jahreshälfte 2018 infolge von Sonderfaktoren (Dieselthematik, WLTP-Umstellung) nur eine geringe Dynamik aufwies.

Das Neugeschäftsvolumen bei Bussen, LKW und Hängern lag um 5,8 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Damit wuchs der Leasing-Markt vergleichbar kräftig wie der Gesamtmarkt.

Zur aktuellen Wachstumstrend Mobilien-Leasing 

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Während nach dem aktuellen ifo Geschäftsklimaindex die Stimmung in den deutschen Chefetagen zum Jahresstart leicht gesunken ist, ist das Geschäftsklima Mobilien-Leasing im Januar angestiegen. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich auf einem bereits hohen Niveau leicht; in die Zukunft blicken die Leasing-Gesellschaften deutlich optimistischer als im Vormonat. Der Januar-Wert der Geschäftserwartungen verbesserte sich stark und zeigt nun wieder ein positives Vorzeichen.

Insgesamt startete die deutsche Wirtschaft verhalten ins neue Jahr. Dies ist vor allem auf pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen; der Indikator zur aktuellen Lage ist hingegen leicht gestiegen. Der differenzierte Blick auf die einzelnen Branchen zeigt beim Verarbeitenden Gewerbe, der zweitstärksten Leasing-Kundengruppe, Zeichen der Erholung. Auch im Handel hat sich das Geschäftsklima verbessert. Jedoch ist im Dienstleistungssektor, der stärksten Kundengruppe der Leasing-Branche, der Indikator gefallen. Dies war auf merklich zurückhaltendere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Mit ihrer aktuellen Lage waren sie hingegen laut ifo Geschäftsklimaindex etwas zufriedener.

Zum Geschäftsklima Mobilien-Leasing 

Zum ifo Geschäftsklimaindex 

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Der BDL – Vertreter der deutschen Leasing-Wirtschaft

Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung der deutschen Leasing-Wirtschaft, die jährlich Investitionen in Höhe von rund 75 Mrd. Euro für ihre Kunden realisiert. Aktuell sind dies 54 Prozent aller außenfinanzierten Investitionen.  

Ziel des BDL ist es, Leasing in Deutschland zu fördern und zu schützen – aus Anbieter- wie aus Kundensicht. 150 Leasing-Gesellschaften haben sich im BDL zusammengeschlossen, um sich im Dialog mit Gesetzgeber, Verwaltung und Öffentlichkeit für die Belange der Branche und des Produkts einzusetzen. Sie repräsentieren rund 85 Prozent des Leasing-Marktvolumens. 

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