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Über die Hälfte aller außenfinanzierten Investitionen wurden 2018 mittels Leasing realisiert. Mit einem Anteil von 52 Prozent am nicht über Eigenmittel finanzierten Investitionsvolumen in Deutschland dominiert Leasing damit alle Finanzierungsformen, errechnete das ifo Institut. Seit fast zwei Jahrzehnten liegt der Leasing-Anteil bereits bei über 50 Prozent, mit einem kurzen Einbruch in Folge der Wirtschaftskrise.

Sein Rekordhoch erzielte Leasing 2017 mit 54 Prozent. Da im vergangenen Jahr die Branche die Auswirkungen des neuen Abgastestverfahrens WLTP zu spüren bekam und Lieferengpässe infolge der gedrosselten Fahrzeugproduktion das Fahrzeugleasing ausbremsten, ging der Leasing-Anteil auch an den außenfinanzierten Investitionen leicht zurück. „Wir gehen davon aus, dass sich das Fahrzeuggeschäft ins laufende Jahr verschiebt. Die Auftragsbücher der Gesellschaften sind gut gefüllt und der Leasing-Anteil wird voraussichtlich wieder ansteigen“, ist BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler zuversichtlich. 

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Der DIHK dreht seine Prognose kräftig zurück und rechnet in seiner Konjunkturprognose für 2019 nur noch mit einem BIP-Wachstum von 0,9 Prozent. Unternehmen aller Branchen schätzen laut der Umfrage „Jahresbeginn 2019“ ihre Geschäftserwartungen deutlich schlechter ein als im Vorjahr. Die Sorgen um Inlands- und Auslandsnachfrage nehmen zu, die Exporterwartungen gehen zurück: Die Unsicherheiten um Brexit und Handelskonflikte zollen ihren Tribut. In dieser Situation trübt sich auch das Investitionsklima.

Zum dritten Mal in Folge sinken die Investitionsabsichten von Unternehmen aller Größenklassen und Branchen: 31 Prozent (34 Prozent zu Jahresbeginn 2018) der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen ausweiten, 15 Prozent (12 Prozent) zurückfahren. Im Saldo planen entsprechend noch 16 Prozent mehr zu investieren, zum Jahresbeginn 2018 lag der Anteil noch bei 27 Prozent. Als Investitionsmotiv verlieren die Kapazitätserweiterungen an Bedeutung, während Umweltschutz-Aspekte gewinnen. Weitere Investitionshemmnisse sind Fachkräftemangel und Arbeitskosten. Insgesamt schätzt der DIHK ein Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen von 2,5 Prozent im laufenden Jahr.

„Die deutlich nachlassende Investitionsdynamik ist alarmierend“, kommentiert BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler die Ergebnisse. „Es muss mehr investiert werden, um unseren Kapitalstock modern zu halten. Auch der digitale Wandel erfordert zwingend mehr Unternehmensinvestitionen, wenn Deutschland wettbewerbsfähig bleiben soll.“ Fittler fordert daher, Investitionen in die Digitalisierung mit besseren Rahmenbedingungen zu fördern. Grundsätzlich müsse der Standort Deutschland gestärkt werden, mit Maßnahmen zur Entlastungen der Unternehmen und dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur. 

Zur DIHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2019

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Im Januar hat sich das Geschäftsklima Mobilien-Leasing deutlich abgekühlt. Die aktuelle Lage wird von den Leasing-Gesellschaften schlechter eingeschätzt als im Vormonat, vor allem jedoch sinken die Erwartungen an die nächsten sechs Monate deutlich. Damit spiegelt die Leasing-Wirtschaft die Entwicklung des ifo Geschäftsklimaindex wider, der ebenfalls gefallen ist. Die Erwartungen der Unternehmenslenker haben sich danach sogar massiv verschlechtert. Das ifo Institut zieht das Fazit: „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Abschwung.“

„Vor allem bei den größten Leasing-Kundengruppen Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor ist der Index stark gesunken, dies hat entsprechende Wirkung auf die Leasing-Branche“, erläutert BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler. Noch im Dezember 2018 konnte sich die Leasing-Wirtschaft der allgemeinen Stimmung widersetzen, nun gleicht sich das Klima an. 

Zum ifo Geschäftsklimaindex 

Zum Geschäftsklima Mobilien-Leasing

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Der BDL – Vertreter der deutschen Leasing-Wirtschaft

Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung der deutschen Leasing-Wirtschaft, die jährlich Investitionen in Höhe von rund 70 Mrd. Euro für ihre Kunden realisiert. Aktuell sind dies 54 Prozent aller außenfinanzierten Investitionen.  

Ziel des BDL ist es, Leasing in Deutschland zu fördern und zu schützen – aus Anbieter- wie aus Kundensicht. 150 Leasing-Gesellschaften haben sich im BDL zusammengeschlossen, um sich im Dialog mit Gesetzgeber, Verwaltung und Öffentlichkeit für die Belange der Branche und des Produkts einzusetzen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Leasing-Marktvolumens. 

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Leasing als Innovationstreiber

Die Leasing-Wirtschaft wirkt nicht nur als Investitions-, sondern auch als Innovationsmotor. Der aktuelle Jahresbericht zeigt, wie Leasing-Gesellschaften Investitionen ihrer Kunden in innovative Technik, in Elektromobilität oder Energieeffizienz ermöglicht haben.

Zum Jahresbericht 2018