Aktuelle Mitteilungen

Die obersten Finanzbehörden der Länder haben per Erlass die steuerliche Behandlung für Fahrräder und Pedelecs neu geregelt. Ab sofort halbiert sich die Bemessungsgrundlage, nach der die Höhe des zu versteuernden geldwerten Vorteils bei privater Nutzung berechnet wird. Dadurch werden Leasing-Diensträder im Fall einer Gehaltsumwandlung für Angestellte attraktiver. Bereits im vergangenen Jahr war die Steuerfreiheit für Diensträder beschlossen worden, wenn sie vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zur Verfügung gestellt werden. Das vollständig arbeitgeberfinanzierte Fahrrad ist aber noch die Ausnahme. Nun werden alle Formen der Dienstrad-Überlassung steuerlich gefördert.

Konkret bedeutet dies, dass für (Elektro-)Fahrräder, bei denen die erstmalige Überlassung an den Arbeitnehmer nach dem 31.12.2018 und vor dem 01.01.2022 erfolgt, der Pauschalierungssatz von 1 Prozent auf die halbierte unverbindliche Preisempfehlung angewendet wird. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der erstmaligen Überlassung an den Arbeitnehmer, nicht etwa der Anschaffung, Herstellung oder Anmietung des (Elektro-)Fahrrades durch den Arbeitgeber.

Hintergrund dieser Sonderregelung sind die im Zuge des Jahressteuergesetzes 2018 eingeführten zusätzlichen Steuererleichterungen für bestimmte Elektro-Kraftfahrzeuge. Mit der jetzt getroffenen Verwaltungsregelung soll die dort gewährte Vergünstigung für Elektro- und Hybridelektro-Kraftfahrzeuge, die in den Jahren 2019 bis 2021 angeschafft oder geleast werden, weitgehend analog auch auf den Bereich der (Elektro-)Fahrräder übertragen werden.

Davon unberührt bleibt die ebenfalls im Jahressteuergesetz 2018 eingeführte Regelung (§ 3 Nr. 37 EStG), wonach wiederum befristet auf die Jahre 2019 bis 2021 der geldwerte Vorteil aus der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern an Arbeitnehmer sogar vollständig steuerfrei gestellt, soweit dieser Vorteil zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber gewährt wird.

Elektro-Fahrräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 km/h unterstützt, sind verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeuge einzuordnen und werden demnach nicht von den vorstehend wiedergegebenen Regelungen für (Elektro-)Fahrräder erfasst.

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Die Unternehmensinvestitionen in Deutschland wachsen weiter langsamer. Das Institut für Weltwirtschaft IfW Kiel hat in seinem jüngsten Konjunkturbericht für das laufende Jahr ein Wachstum der Unternehmensinvestitionen von 1,5 Prozent prognostiziert. 2018 investierten die Unternehmen noch 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das kommende Jahr schätzen die Kieler Experten eine Steigerung von 1,3 Prozent (kalenderbereinigt).

So urteilt das IfW Kiel: „Konjunktur kühlt ab, aber Krise noch nicht in Sicht.“ Die Investitionsdynamik gebe im Einklang mit der schwächeren Konjunktur etwas nach, aber breche nicht ein.

„Wir brauchen ein deutliches höheres Wachstum der Unternehmensinvestitionen in Deutschland“, kommentiert BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler die Prognose. Auch die Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen hat sich in diesem Jahr deutlich verlangsamt: Die Kieler Experten schätzen eine Steigerung von 1,7 Prozent nach 4,2 Prozent im vergangenen Jahr. „Die Attraktivität des Standorts Deutschland muss verbessert werden, damit nicht noch mehr Investitionen ins Ausland abwandern. Die Rahmenbedingungen für Unternehmen müssen verbessert werden.“

Zum Kieler Konjunkturbericht "Deutsche Konjunktur im Frühjahr 2019" 1. Quartal 2019

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4 von 10 neuzugelassenen Fahrzeugen wurden im vergangenen Jahr geleast. Nach einer aktuellen Studie wurden 2018 Jahr 39,7 Prozent aller neu zugelassenen Straßenfahrzeuge mittels Leasing angeschafft. 2017 waren es 39,4 Prozent. Da gewerbliche Kunden den Löwenanteil der Leasing-Nutzer darstellen und diese Mittel- und Oberklassefahrzeuge bevorzugen, ist der Leasing-Anteil nach Anschaffungswert deutlich höher und betrug sogar 66,5 Prozent (2017: 66,7 Prozent).

Das Fahrzeugleasing dominiert das Leasing-Geschäft und machte im vergangenen Jahr über 70 Prozent des Neugeschäftsvolumens aus. „Die Leasing-Quote bei Fahrzeugen ist stabil geblieben, obwohl der neue WLTP-Standard und die dadurch bedingten Lieferschwierigkeiten im vierten Quartal 2018 das Neugeschäft im Sektor Fahrzeugleasing ausgebremst haben“, erklärt Horst Fittler, Hauptgeschäftsführer des BDL. Auch im zweitgrößten Sektor, dem Maschinenleasing, blieb der Leasing-Anteil mit 6,7 Prozent (2017: 6,6 Prozent) stabil. Die Leasing-Quote im Sektor Büromaschinen und IT-Equipment stieg leicht auf 9,0 Prozent an (2017: 8,7 Prozent). 

Bei den Kundengruppen ergaben sich keine Änderungen im Vorjahresvergleich. Die höchste Leasing-Quote hat nach wie vor das Baugewerbe mit 53,0 Prozent, gefolgt vom Handel (23,5 Prozent). Auch bei den beiden größten Kundensektoren Verarbeitendes Gewerbe (15,2 Prozent) und Dienstleistungen (13,1 Prozent) blieb der Leasing-Anteil stabil.

Studie Leasing-Quoten Kunden (als PDF) 

Studie Leasing-Quoten Güter (als PDF) 

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Der BDL – Vertreter der deutschen Leasing-Wirtschaft

Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung der deutschen Leasing-Wirtschaft, die jährlich Investitionen in Höhe von rund 70 Mrd. Euro für ihre Kunden realisiert. Aktuell sind dies 52 Prozent aller außenfinanzierten Investitionen.  

Ziel des BDL ist es, Leasing in Deutschland zu fördern und zu schützen – aus Anbieter- wie aus Kundensicht. 150 Leasing-Gesellschaften haben sich im BDL zusammengeschlossen, um sich im Dialog mit Gesetzgeber, Verwaltung und Öffentlichkeit für die Belange der Branche und des Produkts einzusetzen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Leasing-Marktvolumens. 

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Leasing als Innovationstreiber

Die Leasing-Wirtschaft wirkt nicht nur als Investitions-, sondern auch als Innovationsmotor. Der aktuelle Jahresbericht zeigt, wie Leasing-Gesellschaften Investitionen ihrer Kunden in innovative Technik, in Elektromobilität oder Energieeffizienz ermöglicht haben.

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