Aktuelle Mitteilungen

Elektrofahrzeuge, die als Dienstwagen genutzt werden, werden ab kommendem Jahr befristet bis 2021 durch Steuererleichterungen gefördert: Der geldwerte Vorteil für die private Nutzung eines Dienstwagens mit Elektroantrieb wird halbiert, denn die Ein-Prozent-Regelung berechnet sich ab 2019 bei Elektroautos nur noch aus dem halben Bruttolistenpreis. Die im Zuge des „Jahressteuergesetzes 2018“ verabschiedete Steuererleichterung gilt für betriebliche Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeuge, die in den Jahren 2019 bis 2021 angeschafft oder geleast werden.

Bei Hybridfahrzeugen muss die Kohlendioxidemission auf höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer begrenzt sein oder die Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 40 Kilometer betragen.

Bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode sind entsprechend die Anschaffungskosten bzw. Leasing-Raten für das Fahrzeug nur zur Hälfte zu berücksichtigen. Gleiches gilt auch für leistungsstärkere E-Bikes, die per Verwaltungserlass Kraftfahrzeugen lohnsteuerlich gleichgestellt werden (z. B. sogenannte S-Pedelecs mit Elektrounterstützung über 25 km/h hinaus).

Betriebliche Fahrräder und Elektro-Fahrräder, soweit sie nicht als Kraftfahrzeuge gelten, sollen ebenfalls befristet für die Jahre 2019 bis 2021 in der Weise gefördert werden, dass die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber gewährten Vorteile für die Überlassung der (Elektro-)Fahrräder an Arbeitnehmer steuerfrei gestellt werden. Gleiches gilt für die private Nutzung betrieblicher (Elektro-)Fahrräder durch den steuerpflichtigen Unternehmer selbst. 

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Frankfurt, 21. November 2018 – Das Neugeschäft der Leasing-Wirtschaft wächst 2018 nach zwei Rekordjahren erneut um 4,5 Prozent. Für 69,7 Mrd. Euro realisierten die Leasing-Gesellschaften in Deutschland Investitionen für ihre Kunden in Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment und andere Wirtschaftsgüter, davon 9,1 Mrd. Euro mittels Mietkauf (+11 Prozent).  

Besonders gut entwickelte sich das Neugeschäft mit Maschinen; es stieg um 9 Prozent im Vorjahresvergleich. Das IT-Leasing erholte sich nach schwierigen Jahren und verzeichnet 2018 wieder einen Zuwachs (+2 Prozent). Überdurchschnittlich mit 7 Prozent wuchsen die übrigen Leasing-Güter, u.a. Nachrichten- und Signaltechnik sowie Medizintechnik. Zu spüren bekam die Branche jedoch die Auswirkungen des neuen Abgastestverfahrens WLTP: Lieferengpässe infolge der gedrosselten Fahrzeugproduktion bremsten das Fahrzeugleasing, das im laufenden Jahr nur moderat um +3 Prozent wächst. Da Fahrzeuge das Leasing-Neugeschäft dominieren, wirkt sich deren Entwicklung auf das gesamte Mobilien-Leasing aus; es steigt 2018 um 3,1 Prozent.

„Wir gehen davon aus, dass sich das Fahrzeuggeschäft ins kommende Jahr verschiebt, denn die Auftragsbücher der Gesellschaften sind gut gefüllt“, erklärt Kai Ostermann, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL). In Anbetracht dieses Sondereffekts und der beiden zurückliegenden Rekordjahre mit hoher Dynamik sei die Branche mit dem Jahr 2018 zufrieden. Die Leasing-Nachfrage sei ungebrochen hoch. Dies zeige auch der Anteil an den außenfinanzierten Investitionen: Rund 54 Prozent wurden dieses Jahr über Leasing realisiert. „Damit dominiert Leasing alle Finanzierungsformen.“

Ausblick 2019

Für 2019 schätzt die Branche ein Leasing-Wachstum von 3 – 4 Prozent und eine dynamischere Entwicklung als die der Ausrüstungsinvestitionen, die um knapp 3 Prozent steigen sollen. „Größere Wachstumsraten sind angesichts der konjunkturellen Aussichten nicht zu erwarten, denn Leasing atmet mit der Konjunktur“, erläutert Ostermann. Und jüngst haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und der Sachverständigenrat ihre Prognosen gesenkt. Danach wird die deutsche Wirtschaft 2019 zwar weiter wachsen, aber geringer als erwartet. Insbesondere trübt sich die Investitionsstimmung ein. „Investitionen, vor allem die Unternehmensinvestitionen, bleiben die zentrale Schwachstelle, die Achillesferse, der deutschen Wirtschaft“, erklärt der BDL-Präsident und fordert von der Bundesregierung Maßnahmen, um Deutschland als Investitionsstandort zu stärken.    

Investitionsstandort Deutschland stärken

Der Handlungsbedarf liegt auf der Hand, wie internationale Maßstäbe zeigen: Frankreich, Großbritannien und nicht zuletzt die USA senken ihre Steuern und verbessern die Standortbedingungen für dort ansässige Unternehmen. Deutschland ist im internationalen Vergleich Hochsteuerland mit einer durchschnittlichen Gesamtsteuerbelastung der Unternehmen von 32 Prozent. Der EU-Durchschnitt beträgt 22 Prozent. „Wenn die Bundesregierung die Abwanderung von Investitionen ins Ausland verhindern will, sollte sie handeln. Denn Steuerpolitik ist Standortpolitik. Wir appellieren daher, das ‚wirtschaftspolitische Aktionsprogramm‘ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier aufzugreifen und umzusetzen“, fordert Ostermann. Das Programm enthält eine Reihe von steuerpolitischen Maßnahmen, wie die Abschaffung des Soli und die Verbesserung von Abschreibungsbedingungen. Auch bürokratische Belastungen sollen abgebaut werden. Die vollständige Umsetzung würde Unternehmen in Deutschland um 20 Mrd. Euro pro Jahr steuerlich entlasten.

Wachstumschancen durch Digitalisierung

Wachstumschancen sieht die Leasing-Wirtschaft in der Digitalisierung. Leasing-Gesellschaften sind prädestiniert, die Investitionen ihrer Kunden in den digitalen Wandel zu realisieren. Eine Studie im Auftrag der KfW belegt, dass Leasing nach dem Cashflow die zweithäufigste Finanzierungsform für Digitalisierungsprojekte ist. Zudem wird die Grundidee des Leasing – Nutzen statt Eigentum – durch die Digitalisierung neu aufgeladen und kann neue Kundengruppen und Marktpotenziale für Leasing erschließen. Ostermann: „Eine neue Ära des Leasing bricht an.“

Die Digitalisierung wirkt als Treiber für nutzungsbasierte Abrechnungen beim Leasing, denn sie ermöglicht neue Finanzierungs- und Servicemodelle durch die Erfassung und den Austausch nutzungsbasierter Daten. Der Leasing-Kunde zahlt in Abhängigkeit von der tatsächlichen Nutzung des Wirtschaftsguts. Was beim Kopierer bereits gang und gäbe ist, lässt sich auch auf andere Objekte und Branchen übertragen. Mit pay-per-use-Modellen kann der Nutzer die Leistung gemäß seines tatsächlichen Bedarfs an Betriebsstunden, Kopien, Scans oder Speicherplatz in der Cloud abrufen. Er spart Anschaffungskosten, laufende Kosten und bindet kein Kapital.

Somit verschafft das Zusammenwirken von Big Data und Leasing den Kunden einen echten Mehrwert. „Hierfür benötigen wir jedoch verlässliche Rahmenbedingungen für den Datenaustausch – dies gilt für die Infrastruktur, die den stabilen Austausch der enormen Datenmengen in Echtzeit ermöglichen muss, sowie für den rechtlichen Rahmen in Bezug auf Themen wie Urheberrecht, Datenschutz oder Haftungsfragen“, erklärt der BDL-Präsident. 

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Das Geschäftsklima Mobilien-Leasing ist im Oktober gesunken. Vor allem auf die nächsten sechs Monate schauen die Leasing-Gesellschaften so pessimistisch wie seit 2009 nicht mehr. Auch die aktuelle Geschäftslage wird etwas schlechter als im September eingeschätzt, sie liegt jedoch im Jahresdurchschnitt noch immer auf einem hohen Niveau.

Damit spiegelt das Leasing-Geschäftsklima die Stimmung der deutschen Wirtschaft wider, die sich nach dem ifo Geschäftsklimaindex im Oktober in allen Branchen außer dem Bauhauptgewerbe eingetrübt hat. Die Unternehmen zeigten sich mit ihrer aktuellen Geschäftslage weniger zufrieden und blickten auch weniger optimistisch auf die kommenden Monate. „Die Ereignisse in der deutschen Politik und die weltweiten Unsicherheiten drücken die Stimmung auch in der Leasing-Wirtschaft“, erklärt Horst Fittler, BDL-Hauptgeschäftsführer, und fordert von der Politik „Stabilität und Verlässlichkeit sowie Signale für einen positiven Aufbruch“.   

Zum Leasing-Geschäftsklima

Zum ifo Geschäftsklimaindex

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Der BDL – Vertreter der deutschen Leasing-Wirtschaft

Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung der deutschen Leasing-Wirtschaft, die jährlich Investitionen von rund 65 Mrd. Euro für ihre Kunden realisieren. Aktuell sind dies 55 Prozent aller außenfinanzierten Investitionen.  

Ziel des BDL ist es, Leasing in Deutschland zu fördern und zu schützen – aus Anbieter- wie aus Kundensicht. 150 Leasing-Gesellschaften haben sich im BDL zusammengeschlossen, um sich im Dialog mit Gesetzgeber, Verwaltung und Öffentlichkeit für die Belange der Branche und des Produkts einzusetzen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Leasing-Marktvolumens. 

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Leasing als Innovationstreiber

Die Leasing-Wirtschaft wirkt nicht nur als Investitions-, sondern auch als Innovationsmotor. Der aktuelle Jahresbericht zeigt, wie Leasing-Gesellschaften Investitionen ihrer Kunden in innovative Technik, in Elektromobilität oder Energieeffizienz ermöglicht haben.

Zum Jahresbericht 2018