Aktuelle Mitteilungen

Ifo: Aufschwung gewinnt an Kraft

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen verbessert sich immer weiter. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im März auf 112,3 Punkte, dem höchsten Wert seit Juli 2011. Sowohl die aktuelle Geschäftslage wie auch die Erwartung der Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten verbessern sich weiter. Das ifo Institut schlussfolgert: Der Aufschwung gewinnt an Kraft.

„Es wird Zeit, dass diese gute Stimmungslage sich auch in Investitionen niederschlägt“, kommentiert BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler. „Sonst fehlt das Fundament, das das Wirtschaftswachstum dauerhaft trägt.“

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Parlamentarisches Frühstück des BDL

Mehr Investitionsanreize für Unternehmen in Deutschland und eine Aufsicht mit Augenmaß forderte BDL-Präsident Martin Mudersbach heute auf dem „Parlamentarischen Frühstück“ des BDL vor finanzpolitischen Experten der im Bundestag vertretenen Parteien. „Wir leben von der Substanz, und das wird sich auf Dauer rächen. Denn mit veralteten Maschinenparks kann der Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland nicht wettbewerbsfähig gehalten werden. Dies gilt insbesondere für das Thema Industrie 4.0.“ Die deutsche Wirtschaft brauche daher einen deutlichen und nachhaltigen Anstieg der öffentlichen und der privaten Investitionen.

Industrie 4.0 beschleunige das Innovationstempo. Investitionen müssten steuerlich dem Innovationszyklus angepasst werden. Mudersbach appellierte an die Politik, die Abschreibungszeiten für Software und Anlagegüter zu verkürzen und dem tatsächlichen Wertverlust von Investitionen anzupassen. Kürzere Abschreibungszeiten geben auch schnellere Liquidität für neue Investitionen zurück.

Die Leasing-Wirtschaft, der größte Investor in Deutschland, benötige Rahmenbedingungen, die ihr Geschäftsmodell unterstützen und nicht behindern, erläutert Mudersbach. Die Leasing-Gesellschaften, die seit 2008 stehen unter der Aufsicht von BaFin und Bundesbank stehen, brauchen eine „Aufsicht mit Augenmaß“. Das sogenannte Proportionalitätsprinzip sollte es allen Unternehmen - unabhängig von ihrer Größe und ihrem Geschäftsmodell - ermöglichen, die regulatorischen Pflichten zu erfüllen. „Jedoch wird dieses Prinzip besonders auf europäischer Ebene immer mehr aus den Augen verloren. Stattdessen wird auf eine Vereinheitlichung gesetzt, die sich am Geschäftsmodell und den Prozessen großer Banken orientiert. Diese Entwicklung bedroht die Vielfalt des Finanzsektors und mindert dadurch auch dessen Stabilität“, warnte der BDL-Präsident. „Nationale Besonderheiten müssen berücksichtigt werden, damit bewährte Stärken, wie die Heterogenität der Finanzierungslandschaft in Deutschland, erhalten bleiben. Das deutsche Erfolgsmodell darf nicht an dem einheitlichen europäischen Aufsichtsmechanismus scheitern.“

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Höchste Leasing-Quoten im Baugewerbe und Handel

Baugewerbe und Handel sind die Kundengruppen mit den höchsten Leasing-Quoten. Ein Viertel (24,5 Prozent) aller Investitionen des Handels wurden 2016 mittels Leasing angeschafft. Damit stieg die Quote um einen Prozentpunkt im Vergleich zu 2015. Im Baugewerbe liegt der Leasing-Anteil an den Investitionen bei 53 Prozent. Sein am Neugeschäft der Leasing-Wirtschaft betrug im vergangenen Jahr 7 Prozent. „Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sollte man hier jedoch berücksichtigen, dass das Baugewerbe nur einen recht geringen Teil seines zur Produktion benötigten Equipments auch als Investitionen in den Bilanzen ausweist“, erläutert Arno Städtler vom ifo Institut, der seit Jahren die Leasing-Quoten berechnet. Um die hohe Leasing-Quote im Bau richtig zu beurteilen, sei ebenfalls zu bedenken, dass die Bauunternehmen nicht nur Baumaschinen und Baustellenequipment leasen, sondern auch IT-Produkte, vereinzelt Bauten und insbesondere in erheblichen Umfang Pkw und Nutzfahrzeuge mit Straßenzulassung, führt Städtler in seiner aktuellen Studie weiter aus.

In den Kundengruppen mit den höchsten Neugeschäftsvolumina, dem Dienstleistungssektor und dem Verarbeitenden Gewerbe, sind die Leasing-Anteile im Vorjahresvergleich gestiegen. Sie liegen bei 13,1 Prozent (2015: 12,6 Prozent) bzw. 15,9 Prozent (15,4 Prozent). Zum Dienstleistungssektor zählen auch die Investitionen der Leasing-Gesellschaften. Wenn man diese ausklammert, so ist der Leasing-Anteil deutlich höher und liegt bei 21 Prozent. Mit einer Leasing-Quote von 2,2 Prozent bildet der Kundensektor Staat das Schlusslicht. Relativ problemlos werden seit vielen Jahren einzelne EDV-Anlagen, Büroequipment und Fahrzeuge geleast. Die Genehmigungspraxis für große Leasing-Projekte der Gebietskörperschaften werde laut Städtler nahezu in jedem Bundesland anders gehandhabt, was das Leasing-Geschäft für die Gesellschaften erschwert. „Wenn man nicht nur den Staat im engeren Sinne, also die Gebietskörperschaften und die Sozialversicherung berücksichtigt, sondern auch die Eigengesellschaften der Öffentlichen Hand mit eigener Rechtspersönlichkeit, verdoppelt sich der Leasing-Anteil in etwa“, schätzt Arno Städtler.

Studie Leasing-Quoten nach Kundengruppen 

Studie Leasing-Quoten nach Gütergruppen

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Der BDL – Vertreter der deutschen Leasing-Wirtschaft

Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung der deutschen Leasing-Wirtschaft, die für ihre Kunden 2016 Investitionen von 64,2 Mrd. Euro (inklusive Mietkauf) realisiert hat. 

Ziel des BDL ist es, Leasing in Deutschland zu fördern und zu schützen – aus Anbieter- wie aus Kundensicht. Rund 160 Leasing-Gesellschaften - vom Mittelständler bis zum internationalen Leasing-Konzern - haben sich im BDL zusammengeschlossen, um sich im Dialog mit Gesetzgeber, Verwaltung und Öffentlichkeit für die Belange der Branche und des Produkts einzusetzen.

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BDL-Jahresbericht 2016

Schwerpunktthema:
Leasing-Investitionen in den digitalen Wandel. Zudem umfangreiche Analysen des Leasing-Marktes und der Rahmenbedingungen.

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