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Kai Ostermann als BDL-Präsident bestätigt

München, 18. April 2018 – Kai Ostermann (Deutsche Leasing AG) ist heute als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) wiedergewählt worden. Die 34. Mitgliederversammlung in München bestätigte auch die beiden Vizepräsidenten Jochen Jehmlich (GEFA Bank GmbH) und Thomas Kolvenbach (COMCO Leasing GmbH) sowie die weiteren sechs Mitglieder des Vorstands.

Der wiedergewählte Präsident konnte in seiner Rede über ein Rekordjahr 2017 mit 67 Mrd. Euro Neugeschäft und einen guten Start der Branche ins laufende Jahr berichten. „Leasing ist attraktiver denn je“, begründete er das gute Neugeschäft. „Denn Leasing bietet passende Antworten für die Herausforderungen der heutigen Zeit mit ihrem beschleunigten Innovationstempo, der Digitalisierung sowie der Sharing Economy mit serviceorientierten Ansätzen.“

Als Erfolgsfaktoren der Branche nannte Ostermann Objektkompetenz und Markt-Know-how, die Nähe zur Realwirtschaft sowie das Asset-Management. Ebenso gehöre zur „Leasing-DNA“ die mittelständische Struktur der Branche, die die Unternehmenslandschaft in Deutschland widerspiegelt. „Damit die Leasing-Gesell­schaften ihrer Rolle als Investitionsmotor besonders für den Mittelstand gerecht werden können, muss die Politik für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen“, forderte er.

Steuerpolitik ist Standortpolitik

Mit Blick auf den sich verschärfenden internationalen Steuerwettbewerb erklärte der BDL-Präsident: „Um am Standort Deutschland zu investieren, benötigen Unternehmen wettbewerbsfähige Bedingungen. Dazu gehört auch eine entsprechende Steuerpolitik. Denn Steuerpolitik ist Standortpolitik.“ Deutschland benötige ein klares wirtschaftspolitisches Bekenntnis sowie wichtige Impulse für Investitionen und Innovationen. Der BDL werde sich daher bei Politik und Regierung weiterhin dafür einsetzen, die Voraussetzungen für Investitionen zu verbessern. Bürokratie und überbordende Regulierung müssen abgebaut und die AfA-Tabellen dringend überarbeitet werden: „Diese wurden seit fast 20 Jahren nicht mehr angepasst und entsprechen längst nicht mehr den tatsächlichen Technologiezyklen.“

Vorstand des BDL

Kai Ostermann (50) steht seit einem Jahr an der Spitze des BDL, zuvor war er sechs Jahre Vizepräsident des Verbandes. Er folgte im April 2017 auf Martin Mudersbach (akf Leasing GmbH & Co KG), der während der laufenden Amtszeit in den Ruhestand getreten ist und daher sein Amt niedergelegt hatte.

Die Mitglieder des BDL wählen alle drei Jahre den Verbandsvorstand. Bei der heutigen Wahl bestätigte die Mitgliederversammlung die bisherigen Vorstände Anthony Bandmann (Volkswagen Leasing GmbH), Maximilian Meggle (MMV Leasing GmbH), Michael Mohr (abcfinance GmbH), Marion Schäfer (Miller Leasing Miete GmbH), Kerstin Scholz (VR-LEASING AG) und Hubert Spechtenhauser (UniCredit Leasing GmbH).

Der BDL vertritt die Leasing-Wirtschaft in Deutschland. Seine rund 150 Mitglieder repräsentieren über 90 Prozent des deutschen Leasing-Marktvolumens. Mit einem Neugeschäft von jährlich rund 65 Mrd. Euro ist die Branche der größte Investor des Landes. Derzeit sind Fahrzeuge, Maschinen, IT-Equipment und Software, Medizintechnik, Energieanlagen und andere Wirtschaftsgüter sowie Immobilien im Wert von über 200 Mrd. Euro in Deutschland verleast. 

Ein Foto des Präsidenten Kai Ostermann steht hier zur Verfügung.

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Leasing-Geschäftsklima geht zurück

Das Leasing-Geschäftsklima ist im März zurückgegangen. Dies geht vor allem auf eine deutlich schlechtere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage zurück. Aber auch auf die kommenden sechs Monate schauen die Leasing-Unternehmen etwas weniger optimistisch als im Februar. Die Geschäftserwartungen waren im vergangenen Monat gegenüber Januar stark angestiegen.

Damit spiegelt das Geschäftsklima Mobilien-Leasing die Stimmung in der Gesamtwirtschaft treffend wider, die sich im März ebenfalls leicht eingetrübt hat. Nach Einschätzung des ifo Instituts zeigten sich die Unternehmer etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage, allerdings auf hohem Niveau. „Auch der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate nahm ab. Der drohende Protektionismus drückt auf die Stimmung“, kommentiert das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut.

Zum Leasing-Geschäftsklima

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Wirtschaftsweise: Deutschland in Hochkonjunkturphase

Die deutsche Wirtschaft wird 2018 weiter kräftig wachsen. Das verbesserte außenwirtschaftliche Umfeld sorgt für Wirtschaftswachstum rund um den Globus. Für Deutschland erhöhen die fünf Wirtschaftsweisen ihre Prognose des BIP-Wachstums leicht auf 2,3 Prozent für 2018, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im November 2017. Für das nächste Jahr sind die Aussichten verhaltener. 

Das Beratergremium der Bundesregierung warnt in seiner Konjunkturprognose 2018/2019, dass Fachkräftemangel und die überdurchschnittliche Auslastung von Maschinen und Anlagen die Wachstumsdynamik im kommenden Jahr dämpfen können. Deutschland befindet sich in einer „Hochkonjunktur“, es wird an der Kapazitätsgrenze produziert. Unternehmen müssen ihre Produktion ausweiten und dafür in neue Anlagen investieren. Das Expertengremium prognostiziert einen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen von 5,8 Prozent für 2018 und 4,9 Prozent für 2019.  

Gleichzeitig nehmen die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung zu: Brexit-Verhandlungen, Wahlen in Italien, nicht zuletzt der US-Protektionismus, führt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – so der offizielle Titel - auf. 

Zur Konjunkturprognose des Sachverständigenrates 

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Trotz guter Wirtschaftslage ist für die neue Bundesregierung einiges zu tun, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Dazu gehören u. a. der Abbau von Bürokratie und Überregulierung sowie die Schaffung besserer steuerlicher Rahmenbedingungen für private Investitionen - vor allem in den digitalen Wandel. Kein Aufschwung dauert ewig und die Unternehmensinvestitionen dürfen nicht mehr wie in der Vergangenheit zur Achillesferse der Wirtschaft werden. 

Horst Fittler, BDL-Hauptgeschäftsführer

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BDL-Jahresbericht 2017

Schwerpunktthema:
Digitale Aufbruchstimmung in der Leasing-Wirtschaft. Zudem umfangreiche Analysen des Marktes und der Rahmenbedingungen.

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