ifo Geschäftsklima: Leasing-Branche mit deutlichem Stimmungssprung im März

Stimmungsaufschwung: Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigt im März deutlich verbesserte Erwartungen der Leasing-Wirtschaft.

Der Leasing-Branchenindex des ifo Geschäftsklimas hat sich im März 2025 sprunghaft verbessert. Nach einem Anstieg im Februar verblieb der Index zunächst mit revidierten -2,7 Punkten noch im negativen Bereich. Im März sprang der Index nun um 18,4 Punkte auf 15,7 Punkte. Damit liegt die Stimmung erstmals seit Monaten wieder klar im positiven Bereich. Getragen wird der Anstieg vor allem von den Geschäftserwartungen: Die Erwartungskomponente stieg um 30,9 auf 11,8 Punkte. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich dagegen nur leicht um +4,6 Punkte (auf 19,7 Punkte).

Die Stimmung in der Leasing-Branche weist somit auch im März eine stärkere Dynamik als das gesamtwirtschaftliche ifo Geschäftsklima auf, das um 1,4 auf 86,7 Punkte stieg. Während sich die Beurteilung der aktuellen Lage um 0,7 auf 85,7 Punkte leicht verbesserte, stieg die Erwartungskomponente der Gesamtwirtschaft um 2,1 auf 87,7 Punkte.

Hoffnung auf neue Bundesregierung

Der Optimismus dürfte eng mit dem politischen Umschwung in Berlin zusammenhängen. Die Hoffnung auf eine wirtschaftsfreundlichere Regierung und die bereits beschlossene Grundgesetzänderung, die neue Sondervermögen ermöglicht, schlagen sich offenbar in den Antworten der Unternehmen nieder. 

Doch es bleibt Skepsis. Vorschusslorbeeren bleiben bei den nicht-monetären Wachstumsimpulsen. „Hier sollten die potenziell neuen Koalitionäre liefern“, ermahnt Dr. Kai Wohlfarth, BDL-Referatsleiter für Volkswirtschaft und Finanzierung. Geld allein werde nicht reichen, um ein nachhaltiges Wachstum zu generieren. „Ohne umfangreiche strukturelle Reformen, die in den vergangenen 20 Jahre verschleppt wurden, würden die neuen Mittel nur ein Strohfeuer erzeugen, Schulden, Zinsen und Inflation ohne Langzeitwirkung erhöhen.“ 

Vor diesem Hintergrund fordert Wohlfarth tiefgreifende politische Weichenstellungen. Neben Bürokratieentlastungsmaßnahmen brauche es endlich eine umfassende Rentenreform, ein praxistaugliches Fachkräfteeinwanderungsgesetz sowie eine konsequente Digitalisierung der Verwaltung. Auch der Bundeshaushalt müsse auf den Prüfstand, mit der Aussicht auf eine Steuerreform.

„Neben einer strengen Überprüfung von aktuellen und vergangenen Wahlgeschenken müssen in diesem Kontext auch Subventionen vollständig überdacht werden. Reformen in der Größenordnung der Agenda 2010 fordern in der Breite auch schmerzhafte Entscheidungen.“ Die neue Koalition sei gut beraten, keine Klientelpolitik zu betreiben, sondern großen Mut zu beweisen.

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