Zum Jahresbeginn 2026 hat sich das Geschäftsklima in der Leasing-Branche weiter abgeschwächt. Der ifo Geschäftsklimaindex ging im Januar auf 8,9 Punkte zurück, nach 9,6 Punkten im Dezember. Haupttreiber war die spürbar schlechtere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage, die von 21,6 auf 17,5 Punkte sank. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich leicht und stiegen von –1,7 auf +0,7 Punkte.
In der Gesamtschau handelt es sich dabei nicht um eine Trendwende, sondern um eine kurzfristige Gegenbewegung innerhalb eines weiterhin schwachen Umfelds. Die operative Lage verliert an Dynamik, während sich die Erwartungen lediglich von zuvor sehr niedrigem Niveau etwas erholen. Ein nachhaltiger Stimmungsumschwung lässt sich daraus nicht ableiten.
Gesamtwirtschaftliches Umfeld: Stagnation statt Jahresauftakt mit Schwung
Dieses Bild passt zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das ifo Geschäftsklima für die Gesamtwirtschaft konnte im Januar keinen neuen Impuls setzen und stagnierte auf dem Niveau des Vormonats. Bankenanalysen sprechen übereinstimmend von einem verhaltenen Start ins Jahr 2026. Weder bei den Erwartungen noch bei der Lageeinschätzung zeigt sich bislang eine Dynamik, die auf einen beginnenden Aufschwung hindeuten würde.
„Nach den Rückgängen der vergangenen Monate bewegen sich die Frühindikatoren insgesamt seitwärts“, interpretiert BDL-Referatsleiter Dr. Kai Wohlfarth die Daten. Industrie und Dienstleistungen liefern weiterhin keine nennenswerten Wachstumsimpulse, und auch von außenwirtschaftlicher Seite kommen bislang keine unterstützenden Signale.
Einordnung: Erwartungen stabilisieren sich, Investitionszurückhaltung bleibt
„Die leichte Verbesserung der Erwartungen in der Leasing-Branche ist vor diesem Hintergrund eher als Stabilisierung, denn als Neubewertung zu verstehen“, erläutert Wohlfarth. Sie signalisiert, dass viele Unternehmen kurzfristig nicht mit einer weiteren deutlichen Verschlechterung rechnen. Gleichzeitig bleibt die Investitionsneigung gedämpft, was sich unmittelbar in der schwächeren Bewertung der aktuellen Geschäftslage widerspiegelt.
„Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftspolitische Ausrichtung bleib das dominierende Momentum. Das Fehlen klarer konjunktureller Impulse sorgt dafür, dass Investitionsentscheidungen weiterhin zurückgestellt werden“, so der Referatsleiter. Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex bestätigen dieses Bild einer anhaltenden Zurückhaltung.
Ausblick: Verharren auf niedrigem Niveau wahrscheinlich
Für die kommenden Monate sei daher weiterhin eher von einer Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau auszugehen als von einer raschen Erholung. Die Leasing-Branche bleibe eng an die gesamtwirtschaftliche Investitionsdynamik gekoppelt. Solange sich diese nicht spürbar verbessere, dürfte auch das Geschäftsklima anfällig für Rückschläge bleiben.
Die Entwicklung im Januar bette sich damit in die Stagnation der vergangenen Monate ein. Ein Richtungswechsel sei aktuell nicht erkennbar.

