73 Prozent der Institute mit Leasing-Aktivitäten sehen Sustainable Finance als Geschäftschance. Im Finanzsektor insgesamt sind es 60 Prozent. Das zeigt der ESG-Daten-Monitor 2025, eine Sonderauswertung von openESG, Acuity Analytics, CredaRate und der Frankfurt School of Finance & Management. Befragt wurden 165 Entscheider aus Banken und Finanzinstituten, darunter 41 Institute mit Leasing-Aktivitäten.
Bei Transitionsrisiken zeigt sich ein differenziertes Bild: Während 64 Prozent der Finanzinstitute insgesamt angeben, dass Transitionsrisiken angesichts der geopolitischen Lage an Bedeutung verloren haben, teilen nur 54 Prozent der Leasing-Vertreter diese Einschätzung. Die Branche behält Klimarisiken im Blick.
Die größte Herausforderung bleibt die Datenverfügbarkeit. Leasing-Gesellschaften bewerten nicht nur Unternehmen, sondern konkrete Investitionsobjekte: Maschinen, Fahrzeuge, Anlagen, IT. Dafür braucht es Daten zu Emissionen, Effizienz, Nutzung und Verwertbarkeit. Branchenwerte und Schätzungen reichen dauerhaft nicht aus. Das EU-Omnibus-Paket, das Berichtspflichten für Unternehmen reduziert, dürfte diese Lücke eher vergrößern.
Dennoch entwickelt die Branche eigene ESG-Ansätze, die sich von klassischen Bankmodellen in Teilen unterscheiden. Die Nähe zum Investitionsobjekt und zum Kunden kann ein Vorteil werden: bessere Objektdaten, realistischere Risikobewertungen, eine stärkere Rolle bei der Transformation des Mittelstands.


