Leasing-Geschäftsklima November: Trendwende bei den Erwartungen? Zeit für Investitionen

Der ifo Geschäftsklima-Index der Leasing-Branche ist im November wieder deutlich über die Null-Marke gestiegen und verbesserte sich von revidierten -8,7 Punkten auf +6 Punkte. Insbesondere die Erwartungskomponente stieg von revidierten -42,9 auf -20,4 Punkte, aber auch die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich leicht von 33 auf 36,2 Punkte.

„Die überraschend positiven Daten des Statistischen Bundesamtes für das 3. Quartal 2022 haben aufgezeigt, dass der Sommer besser als erwartet verlaufen ist. Die (technische) Rezession verschiebt sich in die Winterquartale“, bewertet Dr. Kai Wohlfarth, BDL-Referatsleiter für Volkswirtschaft und Finanzierung, die Datenlage. Der deutschen Industrie sei es in den vergangenen neun Monaten gelungen, bei annähernd gleichem Output etwa 20 Prozent weniger Gas zu verbrauchen. Ergänzt um die Energiepreisbremsen zeichne sich nun im November ab, dass sowohl eine Gasmangellage als auch prohibitiv hohe Preise sehr unwahrscheinlich geworden sind. Die Gas- und Strompreisbremsen schaffen die für die deutsche Wirtschaft so dringend benötigte Planungssicherheit, zumindest bis Ende April 2024, erläutert Wohlfarth.

Für Investitionen, auch in die energetische Effizienz und Eigenproduktion von Strom, sei es zuvor essentiell, die gesamten Kosten des Unternehmens überschauen zu können. „Der Zeitraum bis Ende April 2024 sollte von den Unternehmen in Deutschland als subventionierter zeitlicher Puffer verstanden werden. Diesen nicht für Investitionen oder deren Vorbereitung zu nutzen, wäre höchst fahrlässig,“ führt Wohlfarth weiter aus. „Denn die Energiepreise, zumindest bei Gas und wohl auch bei Strom, werden nicht mehr auf das Niveau vor dem Krieg zurückkehren.“

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